Brennerbasistunnel: Aktualisierung zum Bauzeitplan im Spätherbst 2023

September 3, 2026 19:53
Brennerbasistunnel: Aktualisierung zum Bauzeitplan im Spätherbst 2023

Aktualisierung zum Brennerbasistunnel: Inbetriebnahme 2034 möglich

Die Brennerbasistunnelgesellschaft BBT SE wird im Spätherbst 2023 ein aktualisiertes Bauprogramm vorstellen, das möglicherweise eine Verzögerung der Fertigstellung des Brennerbasistunnels auf 2034 anzeigt. Zuvor war 2032 als Zieltermin vorgesehen.

Ursprünglich war die Vollendung des Megaprojekts für 2031 geplant. Mehrere Faktoren, insbesondere im Bereich der bahntechnischen Ausrüstung, deuteten zuletzt auf eine mögliche Verzögerung hin. Die BBT SE bestätigte jedoch keine konkrete Verzögerung, betonte aber, intensiv an der Projektentwicklung zu arbeiten.

Aktuell sei bei dem insgesamt rund 230 Kilometer langen Tunnel bereits etwa 96 Prozent ausgebrochen, und die Fertigstellung der zweiten Haupttunnelröhre steht bevor. Der westliche Tunnelabschnitt wurde bereits am 25. August finalisiert, während im östlichen Abschnitt nur noch etwa 1.000 Meter fehlen. Beide Röhre sollen bis Ende des Jahres im Rohbau abgeschlossen sein.

Verkehrsminister Peter Hanke äußerte gegenüber der „Tiroler Tageszeitung“ seine Ungeduld hinsichtlich möglicher Verzögerungen und forderte klare Aussagen von den Verantwortlichen der BBT SE. Er betonte die Notwendigkeit, Erfahrungen aus aktuellen Tunnelprojekten wie dem Koralm- und Gotthardtunnel zu nutzen.

Der Brennerbasistunnel, seit 2007 im Bau, wird mit einer Gesamtlänge von 64 Kilometern zwischen Innsbruck und Franzensfeste in Italien verlaufen. Nach der Fertigstellung soll er die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt darstellen, mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h für Güterzüge und 250 km/h für Personenzüge. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 10,5 Milliarden Euro.

Einordnung

Die möglichen Verzögerungen beim Brennerbasistunnel haben direkte Auswirkungen auf die geplante Inbetriebnahme und den Ausbau der Zugverbindungen zwischen den wichtigen Wirtschaftsregionen in Deutschland und Italien. Dies könnte langfristig die Bahnlogistik und den Warenverkehr in Europa beeinflussen.

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