Immobilien als Kapitalanlage in Österreich
Eine Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent im Auftrag von Willhaben zeigt, dass 81 Prozent der Menschen in Österreich Immobilien für eine sinnvolle Kapitalanlage halten. Gleichzeitig geben jedoch 38 Prozent an, über keine (Eigen-)Mittel zum Erwerb einer Immobilie zu verfügen.
Im Rahmen der Studie wurden im Mai 2026 insgesamt 1.551 Personen im Alter zwischen 18 und 59 Jahren befragt, die in den vergangenen sechs Monaten nach einer Immobilie gesucht hatten. Von den Befragten betrachten 17 Prozent Immobilien als die beste Kapitalanlage, während 29 Prozent sie unter bestimmten Marktbedingungen als gute Investition sehen. Dabei zeigen die Ergebnisse einen signifikanten Geschlechterunterschied: 31 Prozent der Männer äußern Skepsis, im Vergleich zu 26 Prozent der Frauen.
Notwendigkeit für Kredite
Um eine Immobilie zu erwerben, sind viele Befragte auf Kredite angewiesen. 21 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, keinen Kredit zu erhalten, in Tirol liegt dieser Wert sogar bei 32 Prozent. Steve Kovacic, Sales Director Immobilien bei Willhaben, bewertet die anhaltende Überzeugung der Österreicher von Immobilien als Kapitalanlage positiv für den heimischen Markt. Er stellt jedoch fest, dass viele potenzielle Käufer genau abwägen müssen, unter welchen Bedingungen sich ein Erwerb wirtschaftlich rentiert.
Kovacic weist darauf hin, dass sich die Perspektive auf eine Immobilie als Anlageobjekt wesentlich von der Sicht auf die eigene Wohnimmobilie unterscheidet, bei der andere Faktoren als Rendite und Wertsteigerung relevant sind.
Einordnung
Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen die Vorbehalte, die viele Österreicher gegenüber dem Erwerb von Immobilien haben, trotz der allgemeinen Zustimmung zur Kapitalanlage. Dies hat Auswirkungen auf den Immobilienmarkt, insbesondere in Bezug auf die Zahlungsfähigkeit und den Zugang zu Finanzierungen.


