EU gewährt 9,2 Millionen Euro für Forschung in Klosterneuburg

September 8, 2026 16:02
EU gewährt 9,2 Millionen Euro für Forschung in Klosterneuburg

Fünf Nachwuchsforschende des ISTA erhalten ERC Starting Grant

Fünf Nachwuchsforschende des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) erhalten 2026 einen ERC Starting Grant in Höhe von insgesamt 9,2 Millionen Euro für ihre Forschungsprojekte.

Der ERC Starting Grant ist eine hoch kompetitive Forschungsförderung des European Research Council (ERC), die sich an vielversprechende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Anfangsphase ihrer unabhängigen Forschungskarriere richtet. Mit fünf Auszeichnungen liegt das ISTA österreichweit an der Spitze. In der Vergangenheit waren bereits 46 Prozent der Anträge auf ERC Core Grants des Instituts erfolgreich. Im europäischen Vergleich wurden lediglich 8,8 Prozent von 4.807 eingereichten Projekten ausgewählt.

Die erfolgreichen Forscherinnen und Forscher sowie ihre Projekte im Überblick:

Denitsa Baykusheva – 1,7 Millionen Euro
Baykusheva entwickelt im Projekt PhotoAlqemy ein neuartiges Mikroskop, um schwer nachweisbare Zustände von Quantenmaterie, wie Exzitonen-Kondensate, experimentell zu untersuchen. Ziel ist es, die Eigenschaften und Dynamik dieser Zustände mit Terahertz-Strahlung und Quantensensorik sichtbar zu machen, um neue Anwendungen in der Optoelektronik und im nahezu verlustfreien Energietransport zu ermöglichen.

Jack Bravo – 1,6 Millionen Euro
Bravo untersucht in seinem Projekt DEPLETER, wie Bakterien zwischen eigener und fremder DNA unterscheiden und wie sie fremde DNA gezielt zerstören. Hierbei kommen Methoden aus der Strukturbiologie, Kinetik und Hochdurchsatz-Genomik zum Einsatz, um die molekularen Mechanismen bakterieller Immunsysteme zu entschlüsseln.

Ilaria Caiazzo – 1,9 Millionen Euro
Im Projekt MERGERS widmet sich Caiazzo der Forschung zu Verschmelzungen Weißer Zwerge. Durch Teleskopbeobachtungen und computergestützte Modelle sollen Überreste dieser Fusionen identifiziert und die Abläufe rekonstruiert werden, um besser zu verstehen, wie bestimmte Sternexplosionen entstehen.

Francesco Locatello – 1,5 Millionen Euro
Locatello entwickelt in seinem Projekt Causal-AIM KI-Methoden, die nicht nur Muster in Daten erkennen, sondern auch Ursache-Wirkungs-Beziehungen identifizieren und quantifizieren. Diese wissenschaftlichen KI-Werkzeuge finden potenzielle Anwendungen in den Bereichen Biologie, Ökologie und Klimaforschung.

Charles Roques-Carmes – 2,5 Millionen Euro
Roques-Carmes arbeitet mit seinem Projekt XQMeta an einer neuen Röntgentechnologie. Optische Nanostrukturen und moderne Bildverarbeitungstechniken sollen künftig ermöglichen, aus jedem registrierten Röntgenstrahl mehr Informationen zu gewinnen, was zu schärferen Bildern bei geringerer Strahlenbelastung und verbesserten Materialanalysen führen könnte.

Einordnung

Diese Förderungen stärken die Forschungslandschaft in Österreich und bieten den Wissenschaftlern wichtige Ressourcen, um innovative Projekte voranzutreiben. Die erfolgreiche Antragstellung demonstriert die hohe Qualität der Forschungsarbeiten am ISTA und könnte langfristig zur Entwicklung neuer Technologien in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen beitragen.

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