Neuer Infrastrukturvertrag für das Pillerseetal
Der Tourismusverband Pillerseetal und die Gemeinden Fieberbrunn, Hochfilzen, St. Jakob, St. Ulrich und Waidring haben einen neuen Infrastrukturvertrag unterzeichnet, der ab 2026 in Kraft tritt.
Dieser Vertrag regelt die finanzielle Unterstützung des Tourismusverbands an die Gemeinden und deren Infrastrukturgesellschaften und schafft eine solide Basis für zukünftige Investitionen. Die vorherige Vereinbarung stammte aus dem Jahr 2014 und entsprach nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten des touristischen Angebots und der Infrastruktur. Einige Projekte des alten Vertrags existieren nicht mehr oder haben an Bedeutung verloren, während neue Aufgaben und Kosten, insbesondere im Bereich „Mountainbike & Trail“, hinzugekommen sind.
Die finanziellen Rahmenbedingungen haben sich ebenfalls verändert. Teurer gewordene Inflationsraten und Anpassungen bei der Aufenthaltsabgabe erfordern eine Neugestaltung des Infrastrukturvertrags. Der neue Vertrag sieht vor, dass der TVB rund 25 Prozent seiner Einnahmen aus Aufenthaltsabgaben und Pflichtbeiträgen in die Infrastruktur investiert, was 2026 etwa 1,2 Millionen Euro ausmacht. Die laufenden Zuschüsse erhöhen sich um etwa 25 Prozent im Vergleich zur alten Vereinbarung.
Eine wesentliche Neuerung ist die Schaffung eines jährlichen regionalen Investitionsbudgets, das allen fünf Gemeinden zur Verfügung steht, ohne einer bestimmten Gemeinde fest zugeordnet zu werden. Die Mittelvergabe basiert auf klaren Subventionsrichtlinien, die den regionalen und touristischen Nutzen sowie den Mehrwert für die Bevölkerung und Gäste berücksichtigen.
Der neue Infrastrukturvertrag wurde in einem intensiven Prozess erarbeitet, bei dem Vertreter des Tourismusverbands und der Gemeinden zusammenarbeiteten. Die Interessen aller Beteiligten sowie die strategische Ausrichtung der Region flossen in den Vertrag ein. Der Vertrag gilt zunächst bis 2030 mit der Möglichkeit zur automatischen Verlängerung und Anpassung bei wesentlichen Veränderungen.
Einordnung
Der neue Infrastrukturvertrag schafft eine aktualisierte und transparente Finanzierungsbasis für die regionalen Gemeinden. Dies ermöglicht eine gezielte Entwicklung der Infrastruktur im Pillerseetal und trägt zur langfristigen Attraktivität der Region für Touristen und Einheimische bei.


