Über 5.000 Anfragen an die Arbeiterkammer Gänserndorf
Im ersten Halbjahr 2026 haben sich mehr als 5.000 Bürger aus dem Bezirk Gänserndorf an die Arbeiterkammer (AK) gewandt, wodurch die AK insgesamt mehr als 1,2 Millionen Euro für die Arbeitnehmer in der Region sichern konnte.
„Manchmal ging es lediglich um eine rasche Auskunft“, erklärt Michael Lamm, stellvertretender Leiter der AK-Bezirksstelle Gänserndorf. In 2.139 Fällen war eine weiterführende Beratung oder konkrete Unterstützung durch die Experten der AK notwendig. Lamm zieht die Bilanz: „Die aktuellen Krisen verdeutlichen einmal mehr, wie wichtig wir als regionale Anlaufstelle sind.“
Ein konkreter Fall aus dem Bezirk zeigt die Relevanz dieser Unterstützung: Eine Nachmittagsbetreuerin hatte eine Zusage für die Verlängerung ihres befristeten Dienstvertrags erhalten. Nachdem sie ihren Arbeitgeber über ihre Schwangerschaft informierte, wurde die Verlängerung jedoch zurückgezogen.
Die Betroffene wandte sich an die AK. „Vieles deutete darauf hin, dass ihre Schwangerschaft der Grund für die Nichtverlängerung war“, so Lamm. Die AK forderte die Fortsetzung des Dienstverhältnisses bis zum Beginn des Mutterschutzes sowie eine Entschädigung wegen möglicher Diskriminierung.
In einem Vergleich wurde der Fortbestand des Dienstverhältnisses bis zum Mutterschutz mit vollem Gehalt und Freistellung sichergestellt. Dieser Fall verdeutlicht, wie schnell arbeitsrechtliche Fragestellungen zu existenziellen Problemen werden können und welche zentrale Rolle die AK im Bezirk Gänserndorf spielt.
Einordnung
Die Unterstützung der AK ist entscheidend für die Wahrung der Arbeitnehmerrechte in der Region. Die erfolgreiche Intervention in diesem Fall zeigt Auswirkungen auf die Wahrnehmung von Diversität und Diskriminierungsfragen am Arbeitsplatz. Dies könnte künftig andere Arbeitnehmer ermutigen, sich ebenfalls an die AK zu wenden.


