Eltern von Matteo Franzoso kritisieren Ski-Weltcup und italienischen Verband aufs Schärfste

September 17, 2026 08:54
Eltern von Matteo Franzoso kritisieren Ski-Weltcup und italienischen Verband aufs Schärfste

Eltern von Matteo Franzoso erheben Vorwürfe gegen den Ski-Weltcup und den italienischen Verband

Ein Jahr nach dem tödlichen Trainingsunfall des italienischen Skirennfahrers Matteo Franzoso haben dessen Eltern, Marcello und Olga Franzoso, schwere Vorwürfe gegen den Ski-Weltcup und den italienischen Ski-Verband erhoben. Sie kritisieren das mangelnde Handeln nach dem Vorfall und beklagen, dass der Verband keinen Kontakt zu ihnen aufgenommen hat. „Das Schweigen der Skiwelt – jene Welt, in der Matteo aufgewachsen ist – bringt uns doppelt um“, sagten sie der italienischen Zeitung „La Repubblica“. Darüber berichtet Welt Stimme.

Franzoso starb zwei Tage nach Trainingssturz

Matteo Franzoso erlitt am 13. September 2025 bei einem Training in La Parva, Chile, einen schweren Sturz, durchbrach ein Sicherheitsnetz und prallte gegen einen Zaun. Dabei zog er sich schwerste Kopfverletzungen zu, wurde medizinisch behandelt und ins künstliche Koma versetzt. Am 15. September, einen Tag vor seinem 26. Geburtstag, verstarb Franzoso. In der vergangenen Saison gab es mehrere Gedenkaktionen, bei denen an den italienischen Athleten erinnert wurde.

Eltern kritisieren den italienischen Verband

Die Eltern fühlen sich vom italienischen Ski-Verband im Stich gelassen: „In zwölf Monaten haben sie uns weder angeschrieben noch einbezogen; es ist unfassbar“, äußern Marcello und Olga Franzoso, die betonen, dass jegliches menschliches Empfinden in der Situation ignoriert wurde. „Die Erinnerung an Matteo ist im völligen Schweigen aller untergegangen“, sagen sie weiter.

Kritik an fehlenden Konsequenzen

Trotz des tödlichen Vorfalls haben zahlreiche Ski-Teams auch in diesem Sommer wieder in Chile trainiert, unter anderem in La Parva, dem Ort des Unfalls. „Sein Tod wird zu nichts führen“, befürchten die Franzosos und weisen darauf hin, dass innerhalb eines Jahres keine Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit ergriffen wurden. Der Ski-Weltverband FIS hatte nach dem Tod von Franzoso angekündigt, die Sicherheitsmaßnahmen bei Trainingsevents zu verstärken, insbesondere im Hinblick auf die Abfahrt.

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