Weniger Firmeninsolvenzen im Burgenland, aber stark steigende Passiva

September 17, 2026 09:13
Weniger Firmeninsolvenzen im Burgenland, aber stark steigende Passiva

Unternehmensinsolvenzen in Österreich auf hohem Niveau

Im Burgenland meldeten in den ersten drei Quartalen 2026 insgesamt 138 Unternehmen Insolvenz, was einem Rückgang von 14,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dennoch stiegen die geschätzten Insolvenzverbindlichkeiten erheblich von 87 auf 132 Millionen Euro, ein Anstieg von 51,7 Prozent.

Bisher wurden im Burgenland 91 Insolvenzverfahren eröffnet, darunter 78 Konkurse und 13 Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung. 47 Verfahren konnten aufgrund fehlenden kostendeckenden Vermögens nicht eingeleitet werden. Ein signifikantes Insolvenzereignis betraf die FOP Immobilienbesitz beta GmbH aus Parndorf, deren Passiva mit 69 Millionen Euro beziffert werden, was den fünften Platz im österreichweiten Vergleich einnimmt.

Bundesweit blieb die Zahl der Unternehmensinsolvenzen mit 5.139 Fällen nahezu konstant. Gleichzeitig nahm die Anzahl der Verfahren, die aufgrund unzureichenden Vermögens nicht eröffnet werden konnte, um 12,6 Prozent zu. Im Burgenland waren 47 der insgesamt 138 Insolvenzfälle davon betroffen.

Besonders stark von Insolvenzen betroffen sind die Branchen Handel, Bau sowie Beherbergung und Gastronomie, die zusammen über 2.200 Fälle verzeichneten. Im Burgenland sticht zudem die Insolvenz der FOP Immobilienbesitz beta GmbH hervor, die rund 69 Millionen Euro an Passiva aufweist.

Einordnung

Obwohl die Anzahl der Insolvenzen im Burgenland gesunken ist, haben die finanziellen Auswirkungen zugenommen. Der KSV1870 erwartet, dass die Gesamtzahl der Unternehmensinsolvenzen in Österreich im Jahresverlauf bei etwa 6.800 liegen wird, was das Niveau des Vorjahres hält. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass weniger Insolvenzen nicht unbedingt geringere finanzielle Belastungen zur Folge haben.

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