Fabian Krämer – Auf dem Weg zum Braumeister
Der 17-jährige Fabian Krämer ist im zweiten Lehrjahr bei der Ottakringer Brauerei in Wien und lernt dort alles über die Herstellung von Bier und anderen Getränken.
Nachdem es in der Schule nicht besonders gut lief, entschied er sich gegen eine herkömmliche Ausbildung und fand seine Berufung in der Brauerei. „Ich wollte etwas lernen, das vielfältig ist“, erklärte er. Nach seiner Ausbildung wird er Brau- und Getränketechniker sein und hat die Möglichkeit, den Weg zum Braumeister einzuschlagen.
In der Ottakringer Brauerei hat Krämer ein breites Spektrum an Aufgaben. Sein Arbeitsalltag beginnt um 6 Uhr früh, an manchen Tagen begleitet er Brauer in das Sudhaus, um die technischen Abläufe kennenzulernen. An anderen Tagen beschäftigt er sich mit der Entwicklung neuer Produkte, wie aktuell mit der Produktion von Radler. Zudem lernt er die Kunst des Bierverkostens, was sein Verständnis für die Braukunst vertieft.
Den Geruch von Gerste hat er sich schnell angewöhnt: „Irgendwann riecht man das gar nicht mehr“, so Krämer. Das Bier sei für ihn mittlerweile weit mehr als nur ein Getränk. Aufgrund seiner Ausbildung entwickelt er ein tiefes Verständnis für den gesamten Produktionsprozess, was auch seine Wertschätzung für Bier verändert hat. Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Brauerei eine feste Menge Bier für den Eigenbedarf erhalten. „Bei uns sind das ein oder zwei Kisten im Monat“, erklärte er.
Einordnung
Krämer beschreibt die positiven Aspekte seiner Ausbildung im Brauhandwerk. Diese Entscheidung hat nicht nur seine beruflichen Perspektiven verändert, sondern auch seine Sicht auf Bier als Produkt erweitert und vertieft. Seine Erfahrungen in der Brauerei tragen zu einer steigenden Wertschätzung des Handwerks und der Qualität von Getränken bei.


