Erstes Pyrolysewerk in Litschau setzt neue Maßstäbe für Klimaschutz und Innovation

September 24, 2026 16:33
Erstes Pyrolysewerk in Litschau setzt neue Maßstäbe für Klimaschutz und Innovation

Eröffnung des ersten Pyrolysewerks in Litschau

In Litschau wurde das erste Pyrolysewerk der Region feierlich eröffnet. Die Anlage nutzt regionales Holz zur Erzeugung von Wärme und Pflanzenkohle.

Betreiber des Pyrolysewerks ist die Waldviertel Kohle GmbH, geleitet von den Initiatoren Franziskus Seilern-Aspang und Georg Hauer. Das Werk ist in Niederösterreich einzigartig und bezieht sein Holz aus der nachhaltigen PEFC-zertifizierten Waldwirtschaft des Forstbetriebs Seilern-Aspang. Neben der Versorgung der Litschauer Bürger mit Wärme wird auch Pflanzenkohle produziert, die vielseitig einsetzbar ist.

Franziskus Seilern-Aspang erläuterte, dass die Idee für das Pyrolysewerk in Zusammenarbeit mit Erwin Hauer entstanden ist und die Umsetzung mit Georg Hauer realisiert wurde. Er dankte allen Beteiligten für die Unterstützung. Georg Hauer betonte die Bedeutung des Projekts für die Region und die Nutzung der Abwärme im Fernwärmenetz von Litschau, von der viele Einwohner profitieren.

Feierlichkeiten und Einblicke in die Technologie

Zur Eröffnungsfeier kamen Ehrengäste aus Wirtschaft und Politik, darunter Bundesrat Sebastian Stark, die oberösterreichische Landesrätin Michaela Langer-Weninger, Bezirkshauptfrau Renate Giller-Schilk und Bürgermeister Rainer Hirschmann. Bei Führungen durch das Werk erhielten die Besucher Informationen zu den aktuellen Technologien.

In verschiedenen Vorträgen präsentierten Partnerunternehmen die Prozesse des Pyrolysewerks. Unter den Referenten waren Matthias Matzenberger von Carbon Standards, Jan Lindenberger von NGE Next Generation Elements sowie Agrar-Experte Manuel Böhm. Einigkeit herrschte darüber, dass mit dem Pyrolysewerk eine Verbindung von innovativer Technologie, regionalen Kreisläufen und Klimaschutz hergestellt wird.

Pfarrmoderator Gerhard Franz Kerschbaum segnete die Anlage. Anschließend wurden die Gäste von Seilern-Aspang und Hauer zu einem Buffet eingeladen, bei dem Spitzenköche wie Michael Kolm und Alexander Thaler besondere Gerichte zubereiteten.

Einordnung

Die Inbetriebnahme des Pyrolysewerks markiert einen Fortschritt in der regionalen Energieversorgung und leistet einen Beitrag zur nachhaltigen Ressourcennutzung. Durch die Nutzung lokaler Holzressourcen wird die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert, während gleichzeitig umweltfreundliche Produkte entstehen.

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