Verfahrenstechniker in der Getreidewirtschaft: Ein Beruf mit Zukunft
LINZ. Sebastian Pusch, Lehrlingsredakteur, sprach mit seinen Kollegen von der Strobl Naturmühle über die Ausbildung zum Verfahrenstechniker in der Getreidewirtschaft.
Der Beruf des Verfahrenstechnikers ist in Österreich wenig bekannt, was als Ursache für den aktuellen Mitarbeitermangel gilt. Viele Jugendliche sind mit dem Beruf nicht vertraut oder wissen nicht, welche Tätigkeiten damit verbunden sind, wodurch sie eher zu populäreren technischen Berufen tendieren.
Die fehlende Vorstellung des Berufs in Schulen und bei der Berufsorientierung ist ein weiterer Grund für die geringe Bekanntheit. Der Zugang zu Informationen erfolgt häufig nicht, es sei denn, man kennt bereits jemanden aus der Branche. Dabei ist die Tätigkeit in der Getreidewirtschaft modern und bietet zahlreiche technische Herausforderungen.
Der Beruf kombiniert Aspekte der Technik mit Lebensmittelverarbeitung und praktischer Arbeit. Verfahrenstechniker überwachen Maschinen, kontrollieren Produktionsabläufe und sorgen für die Qualität des Getreides sowie der Endprodukte, was eine abwechslungsreiche Tätigkeit darstellt.
Obwohl einige Aufgaben körperlich anstrengend sind, erleichtert moderne Technik und Automatisierung viele Prozesse. Der Arbeitsalltag besteht hauptsächlich aus Anlagenüberwachung und Maschinenbedienung, sodass die physische Belastung nicht mehr im Vordergrund steht.
Der Mangel an Fachkräften hat direkte Auswirkungen auf die Betriebe, da vorhandene Mitarbeiter zusätzliche Verantwortung übernehmen müssen. Die Suche nach neuen Mitarbeitern und die Ausbildung von Lehrlingen sind dringlich, um den Bedarf zu decken.
Einordnung
Die geringe Bekanntheit des Berufs führt zu einem Mitarbeitermangel, was die Betriebe unter Druck setzt. Eine stärkere Präsentation der Ausbildungsmöglichkeiten könnte dazu beitragen, mehr Jugendliche für diesen Beruf zu gewinnen, was letztlich die Fachkräftebasis stabilisieren würde.


