Tourismus in Tirol: Neuregelungen zur Kurzzeitvermietung angekündigt
Tirol plant neue Regelungen für die Kurzzeitvermietung von Unterkünften, um Transparenz und faire Wettbewerbsbedingungen zu fördern. Der Tourismussektor in Tirol beschäftigt rund 60.000 Personen und generiert eine Wertschöpfung von etwa 10,2 Milliarden Euro.
Landeshauptmann Anton Mattle hebt die Bedeutung des Tourismus hervor: „Der Tiroler Tourismus ist Arbeitgeber für zehntausende Menschen, die wirtschaftliche Grundlage zahlreicher Familien und ein Aushängeschild unseres Landes.“ Der Sektor trägt wesentlich zur Erhaltung von Arbeitsplätzen in den Tälern bei und ermöglicht Investitionen in die Infrastruktur.
Tourismuslandesrat Mario Gerber ergänzt, dass der Tourismus nicht nur direkte Nächtigungen beeinflusst, sondern auch zahlreiche Zulieferer und Dienstleister in der Region unterstützt. Tirol wurde kürzlich beim TRAVELBOOK Award 2026 als gastfreundlichstes Bundesland Österreichs ausgezeichnet. Gerber betont, dass die Entwicklung im Tourismus nicht allein durch steigende Gästezahlen, sondern mit „Qualität vor Quantität“ erfolgen solle.
Eine zentrale Neuerung betrifft die kurzfristige Vermietung von Unterkünften über Plattformen wie Airbnb oder Booking. Tirol wird ein digitales Beherbergungsregister einführen, das es Vermietern vorschreibt, sich vor der kurzfristigen Vermietung digital zu registrieren und eine Registrierungsnummer zu erhalten. Diese Regelung wird die bestehende Registrierungspflicht für Hotels und Ferienwohnungsanbieter ergänzen.
Das neue System soll klare Regeln und mehr Transparenz schaffen sowie illegale Vermietungen verhindern. Gerber erklärt: „Tirol geht voran und setzt als eines der ersten Bundesländer die neue EU-Verordnung zur Kurzzeitvermietung um.“ Das digitale Beherbergungsregister soll den Prozess der Registrierung einfacher gestalten und einen Abgleich mit Online-Buchungsplattformen ermöglichen.
Einordnung
Die neuen Vorschriften zur Kurzzeitvermietung zielen darauf ab, den Wohnungsmarkt zu entlasten und klare Richtlinien für die Vermietung zu schaffen. Dies ist relevant, da die Anzahl der kurzfristigen Vermietungen in den letzten Jahren gestiegen ist und eine Regulierung notwendig geworden ist, um fairen Wettbewerb zu gewährleisten.


