Iran droht Nachbarstaaten nach US-Sanktionen
Der Iran hat angesichts der Einschränkungen zahlreicher Flugverbindungen durch US-Sanktionen seinen Nachbarstaaten gedroht. Mohammed Mokhber, Berater des obersten Führers, erklärte auf der Plattform X: „Entweder ist das Fliegen in der Region für alle frei oder für niemanden.“
In den vergangenen Wochen haben mehrere Staaten ihre Kooperation mit iranischen Airlines eingestellt oder verweigern die Erlaubnis zur Nutzung ihres Luftraums. Aktuell fliegen lediglich einige iranische Airlines von Teheran aus nach Russland, China und Türkei. Istanbul, als wichtiges Drehkreuz, bleibt für Reisende, die nach Europa und die USA fliegen möchten, entscheidend. Berichten zufolge herrschen Unsicherheit und Chaos an den Schaltern iranischer Airlines.
Die private Fluggesellschaft Mahan Air, bekannt für ihre modernen Maschinen, musste mittlerweile ihre Verbindungen in die Türkei einstellen. Zudem hat der Flughafen Najaf im Irak alle Flüge vom und in den Iran ausgesetzt, nachdem die irakische Regierung auf Druck der USA eine entsprechende Anweisung erteilt hatte. Najaf ist ein bedeutendes Ziel für schiitische Pilger und wird ebenfalls von Irakern genutzt, die im Iran studieren oder medizinische Behandlungen in Anspruch nehmen.
US-Finanzminister Scott Bessent kündigte an, den Druck auf den iranischen Luftfahrtsektor weiter zu erhöhen. Drittstaaten, die iranische Airlines unterstützen, stehen vor dem Risiko, vom US-Dollarsystem ausgeschlossen zu werden, sollte sie diesen Fluggesellschaften Treibstoff, Landedienste oder Tickets bereitstellen.
Einordnung
Die aktuellen Entwicklungen verschärfen die Isolation des iranischen Luftverkehrs und erschweren die Reisemöglichkeiten für Iraner erheblich. Gleichzeitig zeigt der Druck der USA auf dritte Länder deren Einfluss im internationalen Luftverkehr, was langfristige Auswirkungen auf die Erreichbarkeit des Irans zur Folge haben könnte.


