Emilie Hecher beginnt Lehre beim AMS Neunkirchen
Die 16-jährige Emilie Hecher hat ihre dreijährige Lehre als Personaldienstleistungskauffrau im Arbeitsmarktservice (AMS) Neunkirchen begonnen. Dazu durchläuft sie drei verschiedene Abteilungen des AMS.
Emilie wurde von ihrer AMS-Beraterin auf die Möglichkeit einer Lehre im AMS aufmerksam gemacht. Nach einem Online-Test und einem Vorstellungsgespräch konnte sie ihre Ausbildung im September starten. „Damit habe ich nach meiner Lehrzeit gute Karten für meinen künftigen Beruf“, so Hecher.
Laut Petra Hofmann, Leiterin des AMS Neunkirchen, sind aktuell 67 Prozent der Lehrlinge in ähnlichen Programmen Frauen. Das AMS Neunkirchen hebt sich jedoch davon ab, da es derzeit einen ausgelernten und einen Lehrling im zweiten Lehrjahr sowie Emilie als neuen Lehrling beschäftigt. Im gesamten Bundesland beginnen jährlich 140 Personen eine Lehre in dieser Ausbildung.
Hofmann betont, dass die Ausbildung bereits lange Tradition hat: „Wir bilden eigentlich schon immer Lehrlinge aus. Jetzt schauen wir, dass wir jedes Jahr einen Lehrling aufnehmen.“ Die Kommunikation im AMS ist zudem von einer Du-Kultur geprägt.
In der Ausbildung sind die Lehrlinge auf verschiedene Herausforderungen vorbereitet, darunter den Umgang mit schwierigen Kunden. Dazu finden regelmäßig Kommunikationsschulungen statt. „Die ersten Beratungsgespräche finden häufig zu zweit statt, und wir verfügen über Sicherheitsvorkehrungen“, erklärt Hofmann. Wichtige Fähigkeiten für einen AMS-Lehrling sind Empathie, Abgrenzungsfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit.
Einordnung
Die Integration von jungen Menschen in den Arbeitsmarkt wird durch die Ausbildung im AMS gefördert. Diese Maßnahme ist relevant, da sie die Fachkräfte von morgen ausbildet und das Gewaltpotential im sozialen Umfeld der Arbeit reduziert. Mit dieser Initiative wird eine nachhaltige Personalentwicklung angestrebt.


