Ein Storchennest aus Schleswig-Holstein ist rund 1.250 Kilometer nach Feldkirchen bei Graz gereist und wurde auf dem Dach des Gemeindeamtes angebracht. Dort soll es künftig sturmfesten Platz für mögliche neue Bewohner bieten.
Die Marktgemeinde Feldkirchen verbindet seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit der Gemeinde Hennstedt in Schleswig-Holstein. Bei gegenseitigen Besuchen fiel Gästen aus dem Norden immer wieder die leere Nistplattform auf dem Dach des Feldkirchner Gemeindeamtes auf, die seit Jahrzehnten ungenutzt geblieben war.
Ingo Schallhorn, Gemeinderat in Hennstedt und engagierter Storchenfreund, brachte das Nest aus seiner Heimat mit dem Auto nach Österreich. Vor Ort wurde es mit zwei Kränen auf die lange unbenutzte Plattform gehoben und am nächsten Tag gesichert.
Das Nistangebot sei nun bezugsfertig, heißt es in der Darstellung des Projekts. Bürgermeister Erich Gosch nahm das Nest entgegen und zeigte sich überrascht.
Die Hoffnung ist, dass ein Storch im Frühjahr 2027 das neue Quartier entdeckt und sich dort mit einem Partner niederlässt. Ob es tatsächlich so weit kommt, ist offen.
„Jetzt wartet auf dem Dach des Feldkirchner Gemeindeamtes ein bezugsfertiges Eigenheim auf seine ersten Bewohner.“
„Wer als Storch auf Wohnungssuche ist und auf dem Feldkirchner Gemeindeamt nur ein nüchternes Metallgerüst vorfindet, wird wohl lieber weiterfliegen.“
Der ungewöhnliche Transport ist vor allem ein Zeichen der Verbindung zwischen den beiden Gemeinden. Für Feldkirchen bleibt vorerst abzuwarten, ob das neue Nest tatsächlich angenommen wird.


