Mit dem Start von DHinfra.at wurde die Digital Humanities Infrastructure Austria als erste österreichische KI-Infrastruktur für die Anforderungen der Geistes- und Kulturwissenschaften vorgestellt. Das Gemeinschaftsprojekt wird von der Universität Graz geleitet und von neun österreichischen Universitäten und Forschungseinrichtungen getragen.
Die Plattform soll den Zugang zu KI-gestützter Analyse über Hochleistungs-Grafikprozessoren vereinfachen. Nach Projektangaben wurde sie speziell für die Bedürfnisse der Geistes- und Kulturwissenschaften optimiert.
Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung förderte das Vorhaben mit mehr als zwei Millionen Euro. Die Universität Graz verweist dabei auf Anwendungen wie automatische Texterkennung, Bild- und Textanalyse sowie den Einsatz von Sprachmodellen.
Professor Georg Vogeler, Leiter des Instituts für Digitale Geisteswissenschaften der Uni Graz, sagt: „Damit lässt sich über automatische Texterkennung, Bild- und Textanalyse oder Sprachmodelle umfangreiches Quellenmaterial maschinell erschließen und auswerten“.
Als Beispiel für die Rechenleistung nennt das Projekt, dass acht Millionen Zeitungsseiten von 30 Forschenden in rund 20 Jahren händisch bearbeitet würden, während DHinfra.at dieselbe Aufgabe in fünf Tagen bewältigen könne. Ob diese Angabe einer unabhängigen Messung entspricht, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Nach Projektangaben werden die Sprachmodelle über eine eigene Schnittstelle abgerufen und direkt an der Universität betrieben. Florian Atzenhofer-Baumgartner, der das Projekt federführend umgesetzt hat, sagt dazu: „Die Sprachmodelle werden über eine eigene Schnittstelle abgerufen und direkt an der Universität betrieben. Dadurch verlassen keine Daten, Texte und Bilder das akademische Netz“.
Offiziell vorgestellt werden soll DHinfra.at am Montag, 12. Oktober. Die Präsentation ist damit angekündigt, aber noch nicht abgeschlossen.


