Tirol setzt am Katastrophenschutztag auf Vorsorge und Schutzbauten

Oktober 11, 2026 10:55
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Zum Internationalen Tag für Katastrophenvorsorge am 13. Oktober hat das Land Tirol den Fokus auf vorbeugende Maßnahmen gegen Naturgefahren gelegt. Genannt wurden Investitionen in Schutzbauten, Schutzwälder und Hochwasserschutz.

Tirol gilt wegen seiner alpinen Lage als besonders exponiert. Das Land verweist auf Gefahren wie Muren, Lawinen, Hitzewellen, Hochwasser und Stürme und stellt die vorbeugende Vorbereitung als zentrales Instrument dar.

Nach Angaben des Landes gibt es in Tirol rund 45.000 Schutzbauwerke gegen Lawinen, Muren und Steinschlag. In den vergangenen zehn Jahren seien außerdem rund 200 Millionen Euro in den präventiven Hochwasserschutz geflossen.

Zur Stärkung der Schutzwälder werden nach Landesangaben jedes Jahr mehr als 2,5 Millionen Waldpflanzen gesetzt. Heuer würden zudem 18,3 Millionen Euro in die Schutzwaldpflege investiert.

Als Hinweis auf die klimatische Entwicklung verweist das Land auf GeoSphere-Daten: In Innsbruck sei die Zahl der Hitzetage seit 1961 um rund 27 Tage pro Jahr gestiegen. Zugleich würden Starkregenereignisse deutlich intensiver ausfallen als früher.

GeoSphere-Regionalleiter Manfred Bauer sagte: „Hitzewellen, wie wir sie diesen Sommer erlebt haben, werden durch den Klimawandel zur neuen Normalität. Die steigenden Temperaturen wiederum haben sowohl stärkeren Niederschlag bei Schauern und Gewittern als auch lange Trockenperioden dazwischen zur Folge“.

Das Land Tirol ruft Haushalte außerdem dazu auf, Lebensmittel und Getränke für mindestens eine Woche ohne Einkauf vorrätig zu halten. Sicherheitsreferent LHStv Josef Geisler betonte die Bedeutung abgestimmter Vorbereitung: „Eine gute Vorbereitung gibt Sicherheit für den Ernstfall. Wenn Behörden, Einsatzorganisationen, Gemeinden, Infrastrukturbetreiber und die Bevölkerung gut vorbereitet sind und zusammenspielen, können die Folgen von Katastrophen deutlich reduziert werden“.

Die Landesregierung verweist damit auf ein Zusammenspiel aus technischen Schutzmaßnahmen, Waldpflege, Warnsystemen und privater Vorsorge als Grundlage der Katastrophenvorsorge in Tirol.

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