Mit einem Besuch der NÖ Landesausstellung 2026 in Amstetten-Mauer hat ein Ausflug von Wir Niederösterreicherinnen und dem NÖAAB am Wochenende im Mostviertel begonnen. Danach standen noch Stationen in Stift Seitenstetten und auf dem Sonntagberg auf dem Programm.
Die Gruppe bezeichnete die Fahrt als lehrreich und berührend. Die Ausstellung steht unter dem Motto „Wenn die Welt Kopf steht“ und befasst sich mit dem gesellschaftlichen Umgang mit psychischen Erkrankungen in den vergangenen 250 Jahren.
Organisatorin und NÖAAB-Bezirksobfrau Christine Besser sagte, im 19. Jahrhundert hätten Ärzte neue Behandlungen entwickelt, moderne Einrichtungen geschaffen und manche Krankheiten seien nicht mehr als Schande betrachtet worden. Besonders beeindruckt habe die Gruppe auch die Geschichte von Gilbert Adler, dessen Briefe an seine Familie in Mannersdorf sie nach ihren Worten sehr bewegt hätten.
Adler war 1928 in Mauer-Öhling aufgenommen worden, überlebte die NS-Zeit und blieb dort bis zu seinem Tod 1995. Die Ausstellung stellt damit eine persönliche Biografie in den Mittelpunkt eines breiteren historischen Zugangs.
Am Nachmittag besuchte die Gruppe Stift Seitenstetten mit Rittersaal und Bibliothek. Den Abschluss bildete eine Führung durch die Schatzkammer der renovierten Basilika Sonntagberg, wo der Waidhofner Kammerorchester und ein Chor unter der Leitung von Wolfgang Sobotka bei Proben zu hören waren.


