In der Südoststeiermark und im Vulkanland beginnt eine neue Reihe von Bildungs- und Informationsveranstaltungen unter dem langjährigen Programm Boden, von dem wir leben. Gemeinden und regionale Netzwerke wollen damit auf Dürre, Wassermangel, klimaangepasste Landnutzung und weitere Risiken reagieren.
Der Beitrag beschreibt den Klimawandel in Vulkanland als bereits deutlich sichtbar. In diesem Jahr musste die Region demnach ein Drittel ihres Wassers von außen beziehen.
Die Verantwortlichen stellen die Entwicklung als Gegenbewegung zu einer passiven Haltung dar. Gemeinden und Netzwerke handelten, bevor es zu spät sei, heißt es; die Region sei den Folgen des Klimawandels nicht schutzlos ausgeliefert.
Die Bodencharta wurde in Vulkanland bereits 2013 unterzeichnet. Seitdem laufen unter dem Titel Boden, von dem wir leben Bewusstseinsarbeit und Bildungsmaßnahmen.
Nun sind bis 7. September 2027 insgesamt 16 Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten geplant, größtenteils kostenlos und online oder in Präsenz. Inhaltlich geht es um den Boden als Lebensgrundlage und um klimaresiliente Waldwirtschaft; neu hinzugekommen sind auch Themen wie Waldbrandgefahr sowie der klimaangepasste Anbau von Wein, Gemüse und Obst.
Die regionalen KEM- und KLAR-Initiativen koordinieren das Angebot gemeinsam über die Leaderregion und nicht als getrennte Schulungsprogramme. LEA-Geschäftsführer Karl Puchas sagte, die Mittel des Bundes-Klima- und Energiefonds könnten mit diesem Ansatz gezielter eingesetzt werden.
Vulkanlandobmann Josef Ober forderte mehr Tempo.
„Wir brauchen mehr Geschwindigkeit. Die Politik hat die Rahmenbedingungen geschaffen, jetzt sind alle gefordert“
sagte er. Ober sprach von extremer Trockenheit, den niedrigsten Grundwasserständen überhaupt und starkem Borkenkäferbefall im Wald.
Als erster Termin ist am 13. November ein Workshop zu pflegeleichten Hecken in Kirchberg an der Raab vorgesehen. Eine Anmeldung über www.vulkanland.at wird aus organisatorischen Gründen ersucht, ist aber nicht verpflichtend.
Leadermanagerin Anna Knaus-Maurer verwies zudem auf die Biogene Rohstoffbörse, über die sich Holz, Stroh, Ernte-Nebenprodukte, Rohstoffe aus der Lebensmittelverarbeitung oder landwirtschaftliche Produkte regional effizient handeln lassen sollen.


