Papst Leo XIV. hält Gebetsvigilie in Barcelona
Papst Leo XIV. hat während seines Spanien-Besuchs eine Gebetsvigilie im Olympiastadion in Barcelona abgehalten, an der rund 40.000 Menschen, überwiegend junge Teilnehmer, teilnahmen. Der Papst richtete sich bereits bei seiner Ankunft in Katalonien in Katalanisch an die Gläubigen, was auf große Begeisterung stieß.
In Katalonien sind starke separatistische Bestrebungen zu verzeichnen. Der Papst, der fließend Spanisch spricht, reagierte auf die öffentliche Forderung, auch Katalanisch zu sprechen. Erzbischof Juan José Omella erklärte, dass der Papst tun werde, was in seiner Macht steht, um den Wünschen der Katalanen gerecht zu werden.
Während der Vigilie hatten junge Menschen die Möglichkeit, dem Papst Fragen zu stellen, die er teilweise auf Katalanisch und Spanisch beantwortete. Die Themen umfassten den Sinn des Lebens, Möglichkeiten zur Überwindung von Depressionen durch Glauben sowie die Problematik häuslicher Gewalt. Zudem segnete der Pontifex 30 Krankenwagen für die Ukraine.
Leo XIV., der im Mai 2022 zum Papst gewählt wurde, trat während seines einwöchigen Aufenthalts in Spanien bescheiden auf und verbreitete Botschaften von Frieden und Völkerrecht. Bei einer Messe in Madrid nahmen über 1,2 Millionen Menschen teil. Der Höhepunkt seines Aufenthalts in Barcelona ist eine Messe in der Basilika Sagrada Familia.
Einordnung
Der Besuch des Papstes in Katalonien unterstreicht die existierenden politischen Spannungen in der Region. Sein offenes Eingehen auf die katalanische Sprache könnte als Versuch betrachtet werden, die Kluft zwischen der Kirche und den separatistischen Bestrebungen zu überbrücken. Dies könnte langfristig Auswirkungen auf das Verhältnis der Katalanen zur katholischen Kirche haben.


