Über 40 Staaten beraten zu Sicherung der Schifffahrt in Straße von Hormuz
Großbritannien und Frankreich veranstalten am Dienstag eine Videokonferenz zur Absicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormuz. Mehr als 40 Staaten sollen daran teilnehmen.
Den Vorsitz bei dem Treffen führen der britische Verteidigungsminister John Healey und seine französische Amtskollegin Catherine Vautrin. Besprochen werden militärische Beiträge zur Wiedereröffnung und Sicherung der Wasserstraße, sobald die Umstände dies zulassen. Österreichs Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) nimmt nicht teil.
Bereits Mitte April hatte in London ein zweitägiges Treffen von Militärvertretern stattgefunden. Großbritannien und Frankreich erklärten dort ihre Bereitschaft, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz militärisch zu sichern. Zahlreiche weitere Staaten sagten Unterstützung zu.
Die Straße von Hormuz ist seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar von den iranischen Revolutionsgarden weitgehend gesperrt. Die US-Armee blockiert zugleich die iranischen Häfen an der Schifffahrtsstraße. Rund 1.500 Handelsschiffe sitzen derzeit an der Meerenge fest.
Einordnung
Die geplante Koordination militärischer Beiträge zielt auf eine gemeinsame Lösung zur Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormuz. Die Blockade betrifft 1.500 Handelsschiffe und schränkt damit zentrale Transportwege ein. Die Beteiligung von mehr als 40 Staaten zeigt, dass Entscheidungen dieser Konferenz direkte Auswirkungen auf die künftige Nutzung der Meerenge haben können.


