Premiere von Molières „Der eingebildete Kranke“ im Stadttheater Purkersdorf
Ab dem 9. Oktober 2026 bringt das Stadttheater Purkersdorf Molières Komödie „Der eingebildete Kranke“ auf die Bühne. Die Proben finden bereits im Stadtsaal Purkersdorf statt, wo Texte einstudiert und Bühnenbilder aufgebaut werden.
Im Zentrum des Stücks steht die Figur Argan, ein Hypochonder, der fixiert auf seine Gesundheit von Ärzten und Medikamenten umgeben ist. Seine Familie muss sich auf humorvolle Weise mit seinen Ängsten auseinandersetzen. Die Thematik der Hypochondrie bleibt trotz des historischen Kontexts des 17. Jahrhunderts bis heute relevant.
Regisseurin Regina Sykora weist darauf hin, dass das Stück zeitlose Fragen zur Gesundheitsangst und Selbstdiagnose behandelt. Sie ergänzt, dass in der modernen Welt das Phänomen „Doktor Google“ zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt.
Die Inszenierung soll den historischen Charakter beibehalten, dabei jedoch mit höherem Tempo und Spielfreude auf die Bühne gebracht werden. Sykora betont die Bedeutung der Zusammenarbeit im Ensemble, bei der kleine Reaktionen der Darsteller entscheidend für die Lebendigkeit der Szenen sind.
Philipp Hirsch spielt einen jungen Arzt, dessen langsames Sprechen und Handeln eine besondere Herausforderung darstellen. Er hebt hervor, dass es wichtig ist, in der Rolle zu bleiben und bewusst den Eindruck von Verlorenheit auf der Bühne zu vermitteln.
Hans Pauxberger, der die Hauptrolle übernimmt, sieht in der Vielschichtigkeit seines Charakters einen Reiz und kann persönliche Erfahrungen einbringen. Auch der spirituelle Austausch im Ensemble wird von ihm positiv hervorgehoben.
Doris Glaser steht gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und dessen Tochter auf der Bühne. Sie zeigt sich erfreut darüber, wie gut sich die Themen des Stücks ins Heute übertragen lassen. Das Ziel der Produktion, so Sykora, ist es, dem Publikum einen unterhaltsamen Abend mit viel Raum für Lachen zu bieten.
Einordnung
Die Neuinszenierung von „Der eingebildete Kranke“ hebt die zeitlose Relevanz des Stoffes hervor und richtet sich dabei an ein modernes Publikum. Durch die Einbeziehung zeitgenössischer Perspektiven und dynamischer Darstellungen soll eine Verbindung zur Gegenwart hergestellt werden, die die Wirkung der klassischen Komödie verstärkt.


