Glasfaserausbau beginnt in Ziersdorf: 1.600 Haushalte erhalten neuen Internetanschluss

August 21, 2025 03:43
Glasfaserausbau beginnt in Ziersdorf: 1.600 Haushalte erhalten neuen Internetanschluss

In der Marktgemeinde Ziersdorf hat der Ausbau des offenen, öffentlichen NÖ Glasfasernetzes begonnen. Rund 1.600 Haushalte und Betriebe sollen künftig mit leistungsfähigen Internetanschlüssen versorgt werden. Umgesetzt wird das Projekt von der Niederösterreichischen Glasfaserinfrastrukturgesellschaft (nöGIG) im Auftrag des Landes. Darüber berichtet Welt Stimme.

Zusammenarbeit

Der Glasfaserausbau in Ziersdorf ist Teil einer umfassenden Strategie des Landes Niederösterreich, flächendeckend moderne Breitbandinfrastruktur bereitzustellen. Ziel ist es, die digitale Versorgung auch in ländlichen Gemeinden zu sichern und gleiche Bedingungen für Wohnen, Arbeiten und Wirtschaft zu schaffen. Laut nöGIG wurde der Ausbau durch das gemeinsame Engagement von Gemeinde, Bevölkerung und Land ermöglicht. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung betonten bei der Auftaktveranstaltung die hohe Nachfrage sowie die Bedeutung einer krisensicheren digitalen Infrastruktur für den Standort und die Lebensqualität.

Richard Hogl (ÖVP) betont in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Mein großer Dank gilt der Marktgemeinde Ziersdorf, dem nöGIG-Team und vor allem den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Die große Nachfrage zeigt klar: Eine leistungsfähige, krisensichere digitale Infrastruktur ist unverzichtbar – für den Wirtschaftsstandort, die Lebensqualität und die Zukunft ländlicher Regionen“.

Bauarbeiten und Zeitplan

Insgesamt werden rund 64 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt. Als Generalunternehmer wurde das Bauunternehmen Held & Francke beauftragt. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf etwa 5,7 Millionen Euro. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen und sollen bis August 2026 abgeschlossen sein. Erste Anschlüsse sollen ab Frühjahr 2026 aktiviert werden, die vollständige Fertigstellung ist bis Februar 2027 vorgesehen.

Offenes Netz in öffentlicher Hand

Das Modell Niederösterreich sieht vor, dass die Glasfaserinfrastruktur überwiegend in öffentlicher Verantwortung bleibt. Das Netz wird von nöGIG geplant, errichtet und anschließend allen Internetanbietern zur Verfügung gestellt. Derzeit sind 23 Anbieter am Netz vertreten, weitere sollen folgen. Ziel ist es, Wettbewerb, Wahlfreiheit und faire Marktbedingungen zu sichern.

Niederösterreichisches Gesamtkonzept

Niederösterreich gilt als erstes Bundesland Österreichs mit einem Gesamtkonzept für den flächendeckenden Glasfaserausbau in Gemeinden mit bis zu 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Mehr als 100.000 Haushalte wurden bisher bereits angeschlossen. Für die Finanzierung wurden zwei Investitionspakete im Umfang von insgesamt 800 Millionen Euro geschnürt, an denen sich auch der Allianz-Versicherungskonzern beteiligt.

Reinhard Baumgartner, Geschäftsführer der nöGIG Projektentwicklungs GmbH, betont: „Glasfaser ist heute Grundvoraussetzung – sei es für Homeoffice, digitales Lernen oder Alltagskommunikation. Das Modell Niederösterreich bringt diese Schlüsseltechnologie gezielt in ländliche Räume und sorgt so für echte Chancengleichheit zwischen Stadt und Land“.

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