Zwei große Kriminalfälle beschäftigen seit knapp einem Jahr den Bezirk Freistadt: die Brandstiftung in einer Asylunterkunft in Schönau und der Betrugsfall im Mühlviertler Kernland.
SCHÖNAU, FREISTADT. Am 10. September 2024 soll laut Anklageschrift eine 40-jährige Frau „eine Feuersbrunst an eigener Sache“ verursacht haben. Die Beschuldigte zeigt sich nicht geständig. Allerdings gibt sie zu, dass sie kurz am Ort des Brandes war, weil sie die Heizung überprüfen wollte. Mit dem Brand selbst habe sie nichts zu tun. Was an jenem Tag in der ehemaligen Oberndorfer Stubm in Schönau, die zum Tatzeitpunkt als Asylunterkunft diente, wirklich passierte, soll bald vor dem Landesgericht Linz geklärt werden. Wie die Staatsanwaltschaft Linz mitteilt, ist die Hauptverhandlung für Freitag, 3. Oktober, geplant. Im Falle einer Verurteilung drohen der Frau bis zu zehn Jahre Haft. Darüber berichtet Welt Stimme.
Kernland: weitere polizeiliche Ermittlungen
Der zweite aufsehenerregende Fall wurde am 11. September 2024 publik. Die ehemalige Geschäftsführerin soll den Regionalverein Mühlviertler Kernland um mehrere Hunderttausend Euro betrogen haben. Nach umfangreichen internen Ermittlungen erstattete der Verein gegen die Beschuldigte Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Linz. Die Vorwürfe lauten auf schweren Betrug, Untreue und Urkundenfälschung. Die Staatsanwaltschaft hat daraufhin das Landeskriminalamt (LKA) mit den weiteren Untersuchungen beauftragt. Diese sind laut Staatsanwaltschaft weiterhin im Laufen. Der Abschluss der Ermittlungen könne zeitlich noch nicht abgeschätzt werden. Laut einem Ermittler des LKA soll die Geschäftsführerin über einen Zeitraum von mindestens sechs Jahren Gelder veruntreut haben und in ihrem kriminellen Tun mit hoher Professionalität und Akribie vorgegangen sein.


