Jubiläum der Feldbahn in Stainz: 25 Jahre auf 600 Millimetern Gleisbreite

September 1, 2025 23:33
Jubiläum der Feldbahn in Stainz: 25 Jahre auf 600 Millimetern Gleisbreite

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Feldbahn am Stainzer Bahnhof wurde von Noah Dudek, einem 18-jährigen Schüler des Kepler-Gymnasiums in Graz, ein besonderes Augenmerk auf dieses Jubiläum gelegt. Hierbei kam es zu einem spektakulären Zusammentreffen des Flascherlzugs und der Feldbahn. Darüber berichtet Welt Stimme.

STAINZ. Die Anfänge der Feldbahn am Bahnhof Stainz reichen bis in die 1980er Jahre zurück, als die Gründungsmitglieder Erich Baader, Alois Högler, Kurt Kaufmann und Markus Mandl erste Schritte zur Etablierung unternahmen. Der Verein Freunde der Stainzer Bahn investierte 1990 in Erweiterungsmaßnahmen. Nach einer Phase der Stagnation trat Herbert Eichholzer im Jahr 2000 in Erscheinung und gestaltete die Bahn durch mühevolle Handarbeit um. Er kümmerte sich um den Bau des Parcours, der mit Schotter grundiert und mit Holzschwellen sowie Schienen versehen wurde.

Unter seiner Leitung wurden Waggons, Maschinen und technische Ausstattungen angeschafft, um die Bahn kontinuierlich zu verbessern. Der Rundkurs umfasst einen äußeren (ca. 1.000 Meter lang) und einen inneren Kreis, die durch Quergeleise miteinander verbunden sind. Die Schienenbreite beträgt 600 Millimeter. Zur Verfügung stehen insgesamt zehn Maschinen, von denen sich einige im Schuppen und eine weitere im Freien befinden. Bei den Tagesfahrten wurde die DDR-Lok Ns2f (30 PS, 6 Tonnen, luftgekühlter Zweizylinderviertaktmotor), die Orenstein & Koppel 1 (30 PS, 4,2 Tonnen, Zweizylinderviertaktmotor) und die Orenstein & Koppel MD2 (30 PS, Zweizylinder Deutz Motor, alle Höchstgeschwindigkeiten etwa bei 12 km/h) eingesetzt.

„Paarlauf“ mit dem Flascherlzug

Für die Publikumsfahrten standen die Lokführer Markus Mandl (Betriebsleiter Flascherlzug), Karl-Heinz Grubelnik (ÖBB-Lokführer und Modelleisenbahn-Enthusiast) und Noah Dudek bereit. Besonders hervorzuheben ist der engagierte Noah Dudek, der mit seinem Einsatz zur Erhaltung der Stainzer Feldbahn maßgeblich beiträgt. Im Vorjahr restaurierte er mit viel Geschick einen Waggon namens „Cäcilia“, der einst dem Rost anheimgegeben war. Der Jubiläumstag trug seine Handschrift: „Es wäre ganz einfach schade, wenn die Feldbahn der Vergessenheit anheimfallen würde.“ Neben den Rundfahrten innerhalb des Feldbahngeländes sorgte das Aufeinandertreffen mit dem Flascherlzug für ein besonderes Highlight. Punkt 15 Uhr verließ die von Helmut Poglitsch gesteuerte Orenstein & Koppel D8, die zuvor für die Zillertalbahn im Einsatz war, den Bahnhof und fuhr mit den Loks der Feldbahn nebeneinander über das Bahngelände.

Im Anschluss an dieses Ereignis führte der Weg zurück zur Feldbahn, wo Attraktionen wie ein Schienenfahrrad mit Pedalen, die einem Fahrrad ähneln, und ein Schienen-Kuli, der früher im Straßenbau eingesetzt wurde, bestaunt werden konnten. Zudem stand ein Verköstigungszelt für die Besucher zur Verfügung.

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