Nahversorger „Unser G’schäft“ in Hirm: Ein sozialer Treffpunkt für die Gemeinde

August 27, 2025 05:12
Nahversorger "Unser G'schäft" in Hirm: Ein sozialer Treffpunkt für die Gemeinde

Seit einigen Monaten hat Hirm wieder einen Nahversorger im Ort, welcher die Bevölkerung mit Lebensmitteln versorgt. Aber „Unser G’schäft“, wie der Nahversorger heißt, ist mehr als ein Greißler – es ist ein Ort, an dem die Bevölkerung gerne zusammen kommt, um einen Kaffee zu trinken und zu tratschen. Doch der Weg dahin war ein langer, wie Sandra Puntigam, Vizebürgermeisterin und Schriftführerin des dahinterstehenden Vereins, gegenüber berichtet.
Darüber berichtet Welt Stimme.

Die Entstehung des Nahversorgers

HIRM. Die Idee zur Gründung wurde geboren, nachdem die Gemeinde keinen neuen Nahversorger für die Hirmerinnen und Hirmer finden konnte. Zu Beginn übernahm die Gemeinde einen Postpartner, für den eine Person eingestellt wurde. „Kurz darauf wurde auf Initiative von Christian Wöhl und einigen Gemeinderäten die Idee geboren, die Nahversorgung als Verein zu übernehmen. Es sollte jedoch nicht nur ein Lebensmittelgeschäft werden, sondern auch ein sozialer Treffpunkt“, berichtet Sandra Puntigam.

Einkaufen, Kaffee trinken und tratschen

Im „Unser G’schäft“ lässt sich der Einkauf mit Geselligkeit verbinden. „Quasi ein Slow Shop als Kontrast zu den großen Supermarktketten“, erklärt Puntigam. Kunden können Pakete aufgeben, Lotto spielen, ein Wurstsemmerl kaufen und sich dabei bei einem Kaffee unterhalten. Zudem gibt es die Möglichkeit, im Geschäft frühstücken zu gehen, einen Kaffee zu holen oder an den zwei Nachmittagen, an denen geöffnet ist, einen Eisbecher oder einen Flammkuchen zu genießen. „Wir versuchen auch, so gut es geht, regionale Produkte zu verkaufen“, fügt Puntigam hinzu. Ein weiterer Pluspunkt ist der Schanigarten, der pünktlich zur warmen Jahreszeit eröffnet wurde und die perfekte Gelegenheit bietet, Zeit im Freien zu verbringen.

Events und Vernissagen

Das Geschäft ist auch Ort für verschiedene Veranstaltungen. Zur Eröffnung fand gleichzeitig die erste Vernissage im gemütlichen Innenbereich statt, bei der bis Ende September eine Fotoausstellung zu sehen sein wird. „Uns ist es wichtig, vorrangig Künstlerinnen und Künstler mit Hirm-Bezug eine Ausstellungsmöglichkeit für ihre Werke zu geben. Eine weitere Vernissage ist in Vorbereitung und wird rechtzeitig angekündigt“, beschreibt Sandra Puntigam das Konzept.

Neben der Vernissage wurde bereits ein Aperitivo-Abend veranstaltet, der von der Bevölkerung sehr gut angenommen wurde. Weitere Veranstaltungen sind in Planung und werden saisonal ausgerichtet. „Die Hirmerinnen und Hirmer dürfen gespannt sein, wir sind natürlich auch für diverse Impulse und Ideen offen. Alle Interessierten können uns auf der Cities App und auf unserer Facebook-Seite folgen, hier gibt es immer die aktuellen News“, informiert die Vizebürgermeisterin.

Angebot wird gut angenommen

Wie nimmt die Bevölkerung das Angebot an? „Das Angebot wurde vom Start weg sehr gut angenommen. Daher konnten wir als Verein einen weiteren Arbeitsplatz im Dorf für eine Hirmerin schaffen“, so Puntigam. „Wir erhalten viele Rückmeldungen von unseren Kundinnen und Kunden sowie Mitgliedern. Als kleines Geschäft haben wir die Möglichkeit, direkt auf Angebotsnachfragen zu reagieren. Im Kaffee treffen oft ganz unterschiedliche Menschen für einen kleinen Plausch aufeinander. Diese Möglichkeit hat sehr lange gefehlt. Auch unsere Jüngsten fühlen sich in einer kleinen Malecke wohl. Unser Geschäft wurde auch schon als das neue Wohnzimmer Hirms bezeichnet.“

Bereits 168 Mitglieder im Verein

Der Verein hat sich der Sicherung der Nahversorgung und der Förderung des sozialen Miteinanders verschrieben. Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen: Mit einem Jahresbeitrag von 20 Euro erhält man nicht nur aktuelle Informationen und Angebote direkt aufs Handy, sondern auch einen Frühstücksgutschein zum Geburtstag. Aktuell zählt der Verein 168 Mitglieder.

Obfrau des Vereins ist Uschi Wallner, die Stellvertreterin ist Melitta Kremsner. Kassier ist Jonas Streicher, sein Stellvertreter ist Christina Kremsner. Schriftführerin ist Sandra Puntigam, ihre Stellvertreterin ist Barbara Wöhl-Brandtner. Zudem gibt es noch zwei Kassaprüfer. Alle sind Freiwillige aus dem Ort. Mittlerweile hat der Verein auch drei Angestellte und zahlreiche Freiwillige, die ihn unterstützen.

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