Die Weinlese in der Steiermark hat begonnen. Nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer Steiermark ist heuer mit einer guten Normalernte und qualitativ hochwertigen Weinen zu rechnen. Herausforderungen wie Witterung oder die Rebzikade wirken sich auf die Gesamternte kaum aus. Darüber berichtet Welt Stimme.
Aktuelle Situation der Weinlese
In der Steiermark hat die Weinlese begonnen, wie die Landwirtschaftskammer Steiermark mitteilt. Die ersten Trauben, vor allem Chardonnay und Zweigelt, werden derzeit für die Sektherstellung geerntet. Die frühzeitige Lese zielt darauf ab, einen moderaten Alkoholgehalt in den Sekten zu erreichen. Die Hauptlese der Qualitätsweine ist für die zweite Septemberhälfte vorgesehen. „Die steirischen Weingärten zeigen sich aktuell von ihrer schönsten Seite – die warmen Tage und kühlen Nächte sorgen für eine optimale Reife der Trauben, die so ihr sortentypisches Aroma besonders gut ausprägen können“, erklärt Weinbauchef Martin Palz. Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger bekräftigt: „Warme Tage und kühle Nächte wünschen sich die rund 1.700 steirischen Weinbäuerinnen und Weinbauern auch für die anlaufende Lesezeit.“
Erwartungen hinsichtlich Menge und Qualität
Nach den Schätzungen der Landwirtschaftskammer kann heuer mit einer Ernte von 220.000 bis 240.000 Hektolitern gerechnet werden. Im Vorjahr war die Ernte mit rund 160.000 Hektolitern deutlich geringer. Neben der Menge wird auch die Qualität positiv eingeschätzt. „Der exzellente Reifegrad der Trauben verspricht jetzt schon herausragende Weinqualitäten mit leichteren und sehr frischen Gebietsweinen sowie der Chance auf ausdruckstarke und langlebige Orts- und Riedenweine“, so Palz.
Regionale Herausforderungen
Trotz der insgesamt positiven Aussichten gab es in den letzten Wochen bereits regionale Herausforderungen. Hagelunwetter im Mai, insbesondere im Vulkanland und in der Weststeiermark, haben einige Betriebe stark getroffen. In der Süd- und Weststeiermark führten Trockenheit und Hitze zu Stress in jungen Rebanlagen, wo es in exponierten Lagen auch zu Sonnenbrandschäden an Trauben kam. Die Mehrheit der Rebstöcke konnte jedoch die Witterungsextreme gut überstehen. Ein weiteres Problem stellte das Auftreten der Rebzikade in Teilen des Vulkanlandes dar. Diese überträgt die „Goldgelbe Vergilbungskrankheit“, was zur Rodung einzelner Stöcke sowie größerer Weingartenflächen führte. Für die betroffenen Betriebe bedeutet dies schmerzhafte Verluste, jedoch hat dies laut Angaben der Landwirtschaftskammer kaum Auswirkungen auf die Gesamternte.


