Die Wiener Polizei plant seit dem Sommer letzten Jahres den Umzug ihrer Zentrale in die Albrechtskaserne, hat jedoch bislang keine Fortschritte erzielt. Das zuständige Innenministerium (BMI) bestätigt die weiterhin laufenden Planungen.
WIEN/LEOPOLDSTADT. Im Sommer 2022 stellte die Landespolizeidirektion (LPD) Wien Pläne für den Umzug ihrer Zentrale von dem veralteten Standort am Schottenring in den 1. Bezirk zur ehemaligen Albrechtskaserne in der Leopoldstadt vor. Der geplante Beginn der Abrissarbeiten sollte nach ursprünglichen Angaben im Jahr 2025 erfolgen, die Fertigstellung des neuen Sicherheitszentrums peilte man für 2030 an. Im Dezember des letzten Jahres wurde jedoch mitgeteilt, dass der Umzug verzögert werden könnte, obwohl die Planungen fortgesetzt werden.
Aktuelle Planungen und Anpassungen
Der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan wird derzeit ausgearbeitet. Nach Monaten der Nachfrage gab die Wiener Polizei bekannt, dass die zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten als Verwaltungs- und Sicherheitsstandort in der ehemaligen Kaserne geprüft werden. Dies geschieht im Rahmen einer umfassenden Immobilienstrategie des BMI. Aufgrund der gegenwärtigen Budgetlage könnten die Pläne evaluiert und möglicherweise angepasst werden.
Aktuell laufen Gespräche zwischen Bund, Stadt, den involvierten Ministerien sowie der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Die Behörde arbeitet an der Erstellung und öffentlichen Kommunikation des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans, erklärte Sprecherin Julia Schick.
Bausperre und zukünftige Nutzung
Nicole Nestler von der Baupolizei berichtete von einer Bausperre, die für das Gebiet gilt, da es als „Gemischtes Baugebiet ohne Gebäudehöhen oder Fluchtlinien“ ausgewiesen ist. Der Wiener Gemeinderat muss zunächst einen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan erlassen. Das Verfahren wird von der MA 21B (Stadtteilplanung und Flächenwidmung) vorbereitet, jedoch liegt noch kein konkreter Zeitplan vor, bestätigte Alexandra Rupp-Ebenspanger von der Stabstelle Bürgerbeteiligung und Kommunikation bei der MA 21B.
Derzeit wird die Kaserne vom Bundesheer für die Stellungskommission und Verwaltung genutzt. In der Zukunft ist die Errichtung eines Sicherheitszentrums des Innenministeriums sowie einer 16-klassigen Pflichtschule der Stadt Wien geplant.
Die aktuelle Zentrale der Wiener Sicherheitsbehörde, die seit 1974 besteht, wurde über die Jahre unter verschiedenen Namen geführt, beginnend als Bundespolizeidirektion Wien, gefolgt von der Landespolizeidirektion Wien seit 2012.
Zusammenfassend:
Der Umzug der Wiener Polizeidirektion in die Albrechtskaserne verzögert sich weiterhin, während die Planungen im Kontext der aktuellen Budgetlage und der Notwendigkeit von Anpassungen fortgesetzt werden.


