Austrian Open: Potapova fordert mit gebrochenem Finger ihre Freundin Sabalenka
MELBOURNE. Anastasia Potapova erreichte die dritte Runde der mit 63,42 Millionen Euro dotierten Australian Open. Die zur Neo-Österreicherin gewordene Spielerin bezwang die höher eingestufte Britin Emma Raducanu nach 92 Minuten mit 7:6, 6:2. Potapova trifft nun im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale am Freitag auf die topgesetzte Aryna Sabalenka aus Belarus. Sabalenka hatte zuvor die Chinesin Bai Zhuoxuan klar mit 6:3, 6:1 besiegt. Darüber berichtet Welt Stimme.
Nervöser Start beider Spielerinnen
„Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Ich war im ersten Satz sehr nervös, ich glaube, Emma war es genauso“, reflektierte Potapova. Nach fünf Breaks zu Beginn stand die Frage im Raum, wer zuerst die Nerven bewahrt. „Meine Mentalität ist eine der wenigen Sachen, auf die ich mich wirklich verlassen kann.“ Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von 2:4 gelang Potapova das Rebreak zum 5:5. Im Tiebreak setzte sie sich mit dem ersten Satzball durch. Im zweiten Satz ging die 1,75 m große Rechtshänderin, deren Großmutter einst Trainer des russischen Nationalteams war, schnell mit 3:0 in Führung. Trotz eines Serviceverlusts zum 3:1 konnte sie schließlich ihren zweiten Matchball verwerten.
Mit gebrochenem Finger gegen Nummer 1 der Welt
Gegen Sabalenka, die Potapova in ihren beiden bisherigen Duellen klar besiegt hatte, wird die Spielerin mit einem gebrochenen linken Zeigefinger antreten. „Sie ist eine gute Freundin, ich mag sie sehr. Jedes Mal, wenn ich gegen sie spiele, lerne ich etwas Neues und sehe etwas, woran ich arbeiten muss“, sagte Potapova. Trotz der Verletzung sieht sie sich mit einer positiven Einstellung auf dem Platz: „Ich habe nichts zu verlieren. Ich bin in der dritten Runde, habe einen gebrochenen Finger und habe dennoch Spaß am Tennis. Ich versuche, es zu genießen und gutes Tennis zu zeigen.“ Der Zustand ihres Fingers sei konstant: „Nichts wird sich im nächsten Monat ändern, ich warte einfach, bis es heilt.“
Potapova steht zum siebenten Mal in einer dritten Runde bei einem Grand-Slam-Turnier, ihr größter Erfolg war das Erreichen des Achtelfinales bei den French Open 2024. Am Donnerstag wird mit Julia Grabher eine weitere Österreicherin um den Einzug in die dritte Runde des Turniers spielen: Die Vorarlbergerin trifft auf die als Nummer 31 gesetzte Russin Anna Kalinskaja.


