Feller nach Slalom-Aus in Bormio: „Habe Karriereziel erreicht“

Feber 16, 2026 12:38
Feller nach Slalom-Aus in Bormio: "Habe Karriereziel erreicht"

Manuel Feller nach Slalom-Aus: „Habe Karriereziel erreicht“

BORMIO. Nach dem Ausfall im olympischen Slalom hat Ski-Star Manuel Feller auf das wahrscheinliche Ende seines Olympia-Abenteuers geblickt. Der Tiroler erklärte, dass das Rennen am Montag in Bormio zu „99,9 Prozent“ sein letzter Auftritt unter den fünf Ringen gewesen sei. Mit seinem Triumph im Kitzbühel-Slalom vor drei Wochen hatte Feller bereits seinen größten Traum erfüllt. „Ich habe mein Karriereziel erreicht. Alles, was noch kommt, ist Draufgabe.“ Darüber berichtet Welt Stimme.

Die goldene Gams für den Kitz-Sieg war Feller lange ein Herzensanliegen. Seine Silbermedaille in der Team-Kombination mit Vincent Kriechmayr ergänzt seine Trophäensammlung um eine zweite Olympia-Medaille, nach der Mannschaftssilbermedaille in Pyeongchang 2018. „Ich habe mehr erreicht, als ich mir als junger Athlet je erträumt hätte. Mit der Kirsche on top kann man Karrieren beenden, auch wenn das jetzt noch nicht direkt der Plan ist“, sagte der Gewinner der Slalom-Kugel 2023/24.

Feller fühlte mit seinen Fans mit

In Bormio dachte Feller auch an die Fans aus seiner Heimat, die ihn begleiteten, darunter seine Familie mit seinen zwei Kindern. Es sei schade, so Feller, „sie haben eine lange Reise gehabt. Es wäre cool gewesen, etwas mit ihnen zu teilen.“ Doch bei Schneefall, schlechter Sicht und einer selektiven Kurssetzung schied der Slalom-Vizeweltmeister von 2017 wie bereits vor vier Jahren bei den Winterspielen in Peking im ersten Durchgang aus. „Es ist zu akzeptieren, die Kugel dreht sich weiter“, erklärte er. Er betonte, dass es dennoch „nur“ um Skifahren gehe.

Mit Startnummer 11 hatte Feller nicht die beste Ausgangsposition. „Es waren im Großen und Ganzen extreme Nummernrennen, das ist sehr schade“, kommentierte er die Wettbewerbe im Super-G und Riesentorlauf in Italien. „Aber wir haben eine Outdoorsportart. Wenn wir besser gefahren wären in der Saison, wären wir weiter vorne gestartet.“ Dennoch ist die Silbermedaille eine Entschädigung für ihn. „Natürlich bin ich nicht leer ausgegangen. Das ist definitiv in Ordnung, aber momentan überwiegt das negative Gefühl.“

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