Jacqueline Seifriedsberger beendet ihre Karriere: „Sprünge wurden schwieriger“

September 24, 2025 11:02
Jacqueline Seifriedsberger beendet ihre Karriere: „Sprünge wurden schwieriger“

Jacqueline Seifriedsberger tritt nach 13 Saisonen im Skisprung-Weltcup zurück

Die Oberösterreicherin Jacqueline Seifriedsberger hat am Mittwoch, den 24. September 2025, ihren Rücktritt vom aktiven Wettkampfsport bekannt gegeben. Diese Entscheidung fiel nach einer langen Überlegungsphase, in der sie zunehmend Schwierigkeiten hatte, ihre sportlichen Anforderungen zu erfüllen. „Bereits in den letzten Jahren hat es mich extrem viel Überwindung gekostet, weit zu springen und sauber zu landen. Das wurde von Saison zu Saison schwieriger“, so Seifriedsberger in einer Mitteilung des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV). Darüber berichtet Welt Stimme.

Die 34-jährige Athletin erklärte, während ihrer Vorbereitung auf die bevorstehende Olympia-Saison festgestellt zu haben, dass sie nicht mehr in der Lage sei, ihre volle Leistung zu erbringen. Trotz ihrer Erfolge, darunter sieben Medaillen bei Weltmeisterschaften und einem dritten Weltcupsieg, fühlt sie sich nicht mehr in der Lage, den hohen Anforderungen des Wettbewerbs gerecht zu werden.

Seifriedsberger beendete die letztjährige Weltcupsaison auf Platz fünf der Gesamtwertung und als beste Österreicherin. Sie jubilierte über ihren Sieg in Zao im Januar, eine Leistung, die ihren beeindruckenden Werdegang im Skispringen unterstreicht.

Langsame Entscheidung

In ihrer Erklärung betonte sie, dass verschiedenen Faktoren wie neue Regeln, technische Veränderungen und höhere Ansprüche eine kontinuierliche Anpassung erforderlich machten. Diese Hingabe sei bei ihr jedoch nicht mehr vollständig vorhanden. „Die Entscheidung, meine Karriere zu beenden, ist dabei nicht von heute auf morgen gefallen, sondern über einen längeren Zeitraum in mir gereift“, fügte sie hinzu.

Zusätzlich zu ihren persönlichen Herausforderungen, unterstrich Seifriedsberger, dass die Verletzungen anderer Athletinnen wie Eva Pinkelnig und Alexandria Loutitt bei einem Olympia-Test in Predazzo ihre Sicht auf den Wettkampf noch einmal bestätigt hätten. Beide Sportlerinnen haben sich schwer verletzt, was die Gefahren ihres Sports verdeutlicht.

Ein prägenden Einfluss auf den Skisprung

Florian Liegl, Sportlicher Leiter Skisprung und Nordische Kombination beim ÖSV, würdigte Seifriedsberger als eine Schlüsselfigur im weiblichen Skispringen in Österreich: „Ich kann mich noch gut erinnern, als ich vor 17 Jahren meinen ersten Job als Trainer im Damenteam angetreten habe. Jacqueline war damals schon dabei und maßgeblich an der Entwicklung des Damenskisprungs in Österreich beteiligt.“ Mit ihrem Rücktritt verliert das österreichische Team nicht nur eine erfahrene Athletin, sondern auch eine der tragenden Säulen des Frauensports.

Der österreichische Frauen-Cheftrainer Thomas Diethart wird nun vor der Herausforderung stehen, eine neue Mannschaft zu bilden. Die Verletzungen von Pinkelnig sowie die Rücktritte von Seifriedsberger und Sara Marita Kramer sind bedeutende Rückschläge für das Team. Dennoch gibt Diethart zu verstehen, dass vielversprechende Talente in den Nachwuchszentren des ÖSV auszumachen seien, was Hoffnung für die zukünftige Entwicklung des Sports gibt.

Die österreichische Skisprunglandschaft wird Seifriedsberger als herausragende Athletin in Erinnerung behalten, die über mehr als ein Jahrzehnt entscheidend zum Wachstum und zur Anerkennung des Frauensports beigetragen hat.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Gastronomiesektor in Purkersdorf: Lehrlingsmangel bedroht lokale Wirtshäuser
Vorheriger artikel

Gastronomiesektor in Purkersdorf: Lehrlingsmangel bedroht lokale Wirtshäuser

Karrierechancen in Horn: Lehrberufe im Fokus bei MeinBezirk Horn
Nächster artikel

Karrierechancen in Horn: Lehrberufe im Fokus bei MeinBezirk Horn

Nicht verpassen