Letsch äußert Enttäuschung über Salzburgs Niederlage gegen Lyon in der Europa League

Oktober 3, 2025 12:02
Letsch äußert Enttäuschung über Salzburgs Niederlage gegen Lyon in der Europa League

Salzburg-Trainer Letsch kritisierte sein Team: „Ich bin enttäuscht und sauer“

LYON. Nach der 0:2-Niederlage in der Europa League gegen Lyon äußerte sich der Trainer von Red Bull Salzburg, Thomas Letsch, mit harten Worten über die Leistung seiner Mannschaft. „Vier Niederlagen haben wir in den letzten fünf Pflichtspielen kassiert. Es war aber vor allem das Wie, das mich in Lyon gestört hat“, erklärte Letsch. „Wir müssen uns vorwerfen, dass wir einen Großteil des Spiels hergeschenkt haben.“ Darüber berichtet Welt Stimme.

Letsch war enttäuscht über die körperliche Präsenz seines Teams, das nicht griffig genügend auftrat und nicht bereit war, aktiv zu sprinten. „Es ist enttäuschend, wir haben dem Gegner überhaupt nicht wehgetan,“ fügte der Trainer hinzu. Die französische Sportzeitung „L’Equipe“ berichtete von einem „relativ einfachen“ Sieg des Tabellenzweiten der Ligue 1, wobei Lyon „viel Raum zum Spielen“ hatte.

Durststrecke im Europacup

Letsch kritisierte zudem die ineffiziente Ballverwertung im eigenen Ballbesitz. „Wir haben unsere Umschaltmomente nicht gut ausgespielt und den Ball gleich wieder hergegeben. Es war einfach mutlos, ein schlechter Auftritt“, sagte der 57-Jährige, der die Mannschaft im vergangenen Winter übernommen hatte. Unter ihm haben die Salzburger sechs von acht Europacup-Spielen verloren, darunter die jüngsten vier. In der kommenden Europa-League-Runde wartet mit Ferencvaros Budapest eine Herausforderung, die auf dem Papier lösbarer erscheint.

Ein Lichtblick im Spiel war der junge Kerim Alajbegovic, dessen Vertrag kürzlich bis 2029 verlängert wurde. Nach leichten muskulären Problemen wurde der 18-Jährige nicht in der Startformation aufgestellt, setzte aber nach seiner Einwechslung einige trotzig Akzente. „Hinten raus, nach dem 0:2, ist es auf einmal gegangen und war mutig“, stellte Letsch fest. „Wir haben gesehen, dass es geht, wenn man sich etwas zutraut.“ Die Einwechslung von Alajbegovic sowie der Spieler Sota Kitano und Edmund Baidoo war bereits vor dem zweiten Gegentor geplant, doch wurde diese erst danach vollzogen.

Letsch betonte, die Mannschaft müsse über die gesamten 90 Minuten bereit sein, wie sie es im zuvor folgenden Heimspiel gegen Porto (0:1) waren, wo der entscheidende Gegentreffer erst in der Nachspielzeit fiel. Torhüter Alexander Schlager, der zu Beginn einen Elfmeter parierte, hatte mit einem Abspielfehler vor dem 0:1 entscheidend zur Niederlage beigetragen. „Wir haben gesehen, was passiert, wenn wir nicht mutig genug sind und uns immer fallen lassen“, erklärte Schlager und forderte spielerische Lösungen, auch gegen starke Gegner. „Wir sehen gar keinen Ball mehr, wenn wir einfach versuchen, jeden Ball lang zu spielen.“

Schlager wies darauf hin, dass „perfekte Tage“ für Erfolge auf diesem Niveau notwendig seien. „Ich glaube, dass wir auf diesem Niveau spielen können, wenn wir alle am Maximum performen“, schloss er. Die Mannschaft steht nun vor der Aufgabe, ihren negativen Trend im Liga-Spiel gegen Rapid umzudrehen. Kapitän Mads Bidstrup wird den Bullen aufgrund einer Muskelverletzung im Oberschenkel nicht zur Verfügung stehen. Das kommende Liga-Spiel ist für den 8. Oktober anberaumt, gefolgt von einer zweiwöchigen Länderspielpause.

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