Minikrise bei Skispringern: Tschofenig als bester Österreicher 13. in Wisla
WISLA. Ein enttäuschendes Wochenende für Österreichs Skispringer in Polen: Am Sonntag landete Daniel Tschofenig als bester Österreicher auf dem 13. Platz. Zuvor hatte er am Samstag den sechsten Rang erreicht. Darüber berichtet Welt Stimme.
Der Tagessieg ging an den Slowenen Domen Prevc, der sich mit nur 0,9 Punkten Vorsprung vor dem Japaner Ryoyu Kobayashi durchsetzte. Prevc, nunmehr elffacher Weltcupsieger, feierte in Polen seinen zweiten Sieg in Folge und verhinderte damit knapp den 37. Weltcupsieg von Kobayashi. „Ich habe heute tolle Sprünge gezeigt und herausgefunden, was ich hier machen muss“, sagte Prevc, der als Gesamt-Weltcupführender nach Klingenthal reist und 32 Punkte vor seinem Landsmann Anze Lanisek liegt. Tschofenig liegt als Fünfter bereits 162 Punkte zurück.
„Lockerheit ist nicht da“
Bereits in der Vorwoche war kein österreichischer Athlet im einzigen Bewerb in Ruka, Finnland, unter die besten zehn gekommen. Cheftrainer Andreas Widhölzl sieht die „Minikrise“ jedoch nicht als übermäßig besorgniserregend an. „Es ist natürlich etwas enttäuschend. Wir wissen, dass wir besser Skispringen können. Solche Tage gehören dazu, es ist sehr eng beieinander“, erklärte der Tiroler. In der Analyse habe sich jedoch gezeigt, dass die Mannschaft nicht ihr volles Potenzial ausgeschöpft hat.
„Die Lockerheit ist nicht so da, da verkopft man dann gern,“ sagte Widhölzl. Um die Situation zu verbessern, sind für die kommende Woche zunächst ruhige Trainingssprünge in Seefeld und Planica geplant. „Vorausschauen, positiv bleiben, weiterarbeiten. Es ist wichtig, dass man den Fokus auf das eigene Können behält. Wir haben sehr gutes Material, aber die Sprungtechnik muss optimiert werden. Man muss schauen, dass man möglichst schnell aus dem leichten Tief herauskommt“, fügte er hinzu.
Nach dem ersten Durchgang zeichnete sich bereits die Schwäche des Teams ab, da sich die Springer nur ab der 15. Position platzierten. Tschofenig verbesserte sich durch einen starken zweiten Sprung von Rang 19 um sechs Plätze. Stephan Embacher und Maximilian Ortner hingegen verpassten das Finale der besten 30.


