Ofner scheitert in Melbourne: Vorzeitiger Jubel endet abrupt
MELBOURNE. Bei den Australian Open kommt es für den österreichischen Tennisspieler Sebastian Ofner zu einer schmerzhaften Niederlage in der Qualifikation. Ofner wähnte sich bereits als Sieger gegen den US-Amerikaner Nishesh Basavareddy, als er zwei entscheidende Matchbälle vergab und schließlich mit 6:4, 4:6, 6:7(11) ausschied. Darüber berichtet Welt Stimme.
Ofner war gut gestartet und gewann den ersten Satz dank eines Breaks zum 2:1. Im zweiten Satz musste er jedoch seinen Aufschlag zum 4:6 abgeben, was zum Ausgleich führte. Im dritten Satz fiel die Entscheidung im Tie-Break, wo Ofner bei 6:1 in Führung lag. Nach einem vorzeitigen Jubel verpasste er es, das Spiel zu beenden, und verlor dann das Tie-Break mit 11:13. „Wenn dein Gehirn den Matchball ansagt, bevor der Schiedsrichter es tut…“, kommentierten die Veranstalter und teilten ein Video des Vorfalls. Ofner selbst erklärte auf Instagram: „S..t happens.“
In der Zwischenzeit konnte die 17-jährige Osttirolerin Lilli Tagger in der Qualifikation für die Australian Open ihre Comeback-Qualitäten erneut unter Beweis stellen. Sie setzte sich in einem spannenden Match gegen die Russin Elena Pridankina mit 6:7(5), 7:6(5), 6:1 durch und benötigt nur noch einen Sieg, um in den Hauptbewerb einzuziehen. Im dritten Satz zeigte Tagger eine starke Leistung und sicherte sich nach 2:31 Stunden ihren ersten Matchball. Ihr nächster Gegner ist die Thailänderin Lanlana Tararudee.
Rodionov verliert klar
Juri Rodionov konnte sich hingegen nicht behaupten und verlor gegen den an Nummer 29 gesetzten US-Amerikaner Zachary Svajda in weniger als einer Stunde mit 1:6, 4:6. Damit ist Ofner der einzige österreichische Spieler, der in der Qualifikation ausscheidet, während Filip Misolic den Sprung in den Hauptbewerb der Männer geschafft hat. Bei den Frauen haben sich Anastasia Potapova und Julia Grabher bereits qualifiziert. Tagger hat am Donnerstag die Chance, ebenfalls in den Hauptbewerb einzuziehen.
Bei den ATP250-Turnieren in Auckland sind Lucas Miedler und Alexander Erler im Viertelfinale. Miedler und sein portugiesischer Partner Francisco Cabral triumphierten über die Brasilianer Marcelo Melo und Fernando Romboli mit 6:4, 7:5. Erler setzte sich mit dem US-Amerikaner Robert Galloway gegen die Franzosen Sadio Doumbia und Fabien Reboul mit 7:6(7), 6:4 durch.


