Skispringen: Drei Norweger nach Manipulationsskandal für 18 Monate gesperrt

Jänner 15, 2026 13:08
Skispringen: Drei Norweger nach Manipulationsskandal für 18 Monate gesperrt

Skispringen: Norwegisches Trio nach Manipulationsskandal gesperrt

OBERHOFEN. Im Rahmen des Manipulationsskandals um Norwegens Skispringer, der sich bei der nordischen WM 2025 in Trondheim ereignete, wurden drei Betreuer für 18 Monate gesperrt. Darüber berichtet Welt Stimme.

Laut der Ethikkommission (FEC) des Weltverbands (FIS) erhalten Cheftrainer Magnus Brevig, Assistenzcoach Thomas Lobben und ein weiteres Mitglied des Betreuerstabs, Adrian Livelten, die bereits seit dem 12. März laufende Zeit ihrer vorläufigen Suspendierung angerechnet. Darüber hinaus sind sie zur Zahlung von 5000 Franken (ca. 5350 Euro) zur Deckung der Verfahrenskosten verpflichtet.

Bereits im August waren die beiden norwegischen Top-Athleten Marius Lindvik und Johann Andre Forfang zu jeweils drei Monaten Sperre verurteilt worden. Von einer nachträglichen Disqualifikation bei den Weltmeisterschaften in Trondheim wurde abgesehen, obwohl die Athleten mit manipulierten Anzügen angetreten waren.

Auf anonym gefilmten und veröffentlichten Videos war zu erkennen, dass das norwegische Team Wettkampfanzüge auf unzulässige Weise bearbeitet hatte. Eine nicht erlaubte Naht wurde angebracht, die zusätzliche Stabilität beim Fliegen bieten sollte. Lindvik konnte somit auf der Normalschanze WM-Gold gewinnen, während der Salzburger Jan Hörl die Bronzemedaille erzielte. Außerdem holten Lindvik und Forfang weitere Medaillen sowohl mit dem Team als auch in der Mixed-Disziplin, in der die Österreicher ebenfalls eine Bronzemedaille errangen.

Die Entscheidung der FIS, die genannten Trainer und Betreuer zu sperren, folgt einem umfassenden Prüfungsverfahren, das das unlautere Verhalten während dieser hochkarätigen Sportveranstaltung ans Licht brachte. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Integrität des Sports schützen, sondern auch eine klare Botschaft senden, dass Manipulationen im Sport nicht toleriert werden.

Der norwegische Skisprungverband bekräftigte, dass sie die Entscheidung der FIS akzeptieren und in Zukunft eine strengere Überwachung und Einhaltung der Regeln sicherstellen werden. Der Skandal hat nicht nur bei den Athleten, sondern auch bei den Fans und Sponsoren Besorgnis ausgelöst, weshalb sich der Verband um eine umfassende Wiederherstellung des Vertrauens bemühen wird.

Insgesamt zeigt dieser Vorfall, wie wichtig ethische Standards und Regelkonformität im Leistungssport sind, um die Glaubwürdigkeit und Fairness des Wettbewerbs zu wahren. Die FIS hat klar signalisiert, dass in Bezug auf Betrug und Manipulation keine Nachsicht geduldet wird.

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