SV Ried besiegt WAC mit 4:1 in der Fußball-Bundesliga
RIED. In der Fußball-Bundesliga hat die SV Ried am Sonntag, dem 20. September 2026, den WAC mit 4:1 besiegt. Die Tore erzielten Ante Bajic (3. Minute), Evan Eghosa Aisowieren (9.), Stefan Schwab (40. Minute, Elfmeter) und Isaac Kiese Thelin (81.). Mit diesem Sieg klettert Ried auf den siebten Platz der Tabelle. Darüber berichtet Welt Stimme.
Der WAC, der als Cupsieger von 2025 in die Saison gestartet war, erlitten mit der Niederlage die dritte Ligapleite in Folge und verzeichnete bereits sechs Spiele ohne Sieg. Aktuell stehen sie nur zwei Punkte über dem Tabellenletzten Altach.
Routinier Markus Pink startete beim WAC als zweiter Stürmer neben Phillip Verhounig, während Abwehrspieler Raphael Behounek nach seiner Knöchelverletzung zurückkehrte. Ried-Trainer Mario Despotovic stellte in der Offensive auf Aisowieren und Jaedin Rhodes um, da Mittelstürmer Pape Sissoko und der erkrankte Jussef Nasrawe ausfielen.
Ried überzeugt durch frühe Tore
Beide Rieder Treffer in der Anfangsphase waren für den weiteren Spielverlauf entscheidend. WAC-Torhüter Lukas Gütlbauer konnte eine präzise Flanke von Rhodes nicht abwehren, was Bajic ermöglichte, in der 3. Minute per Kopf das 1:0 zu erzielen. Kurz darauf traf Aisowieren nach Vorlage von Philipp Pomer zum 2:0 (9. Minute). Aisowieren hatte noch eine weitere Chance, scheiterte jedoch an Gütlbauer (12. Minute).
Die Defensive des WAC zeigte sich anfällig. Martin Rasner traf die Stange, bevor Schwab Bajic im Nachschuss bediente, dessen Abschluss Gütlbauer abwehren konnte (28. Minute). Kurz vor der Halbzeit behinderte Gütlbauer Rhodes im Strafraum, woraufhin Schwab den fälligen Elfmeter sicher verwandelte (40. Minute).
Die Kärntner konnten ihre eigenen Möglichkeiten vor der Halbzeit nicht nutzen. Ried-Torhüter Andreas Leitner reagierte stark bei einer Doppelchance von Otar Mamageishvili und Verhounig (13. Minute). Ein Kopfball von Simon Piesinger ging knapp vorbei (43. Minute), und der Ball traf Pink im Strafraum nicht optimal (45.+2 Minute).
Kiese Thelin erzielt Premierentor
WAC-Coach Thomas Silberberger reagierte zur Halbzeitpause mit einem Dreifach-Wechsel, unter anderem kam der Ex-Hartberger Donis Avdijaj ins Spiel. Der WAC hatte zwar mehr Ballbesitz, war jedoch weniger gefährlich als die Rieder. Der eingewechselte Joris Boguo verpasste mehrere Chancen für Ried. Zunächst traf er die Stange (67. Minute) und scheiterte anschließend im Eins-gegen-Eins an Gütlbauer (76. Minute). Auf der Gegenseite erzielte Rene Renner lediglich das Außennetz (72. Minute).
Kiese Thelin, der schwedische Ex-Teamstürmer, kam gegen Ende der zweiten Hälfte zu seinem Debüt und markierte in der 81. Minute aus kurzer Distanz das 4:0 für Ried. Matteo Kitz konnte für den WAC nur noch Ergebniskosmetik betreiben, als er in der 88. Minute per Kopf das 1:4 erzielte.
Die Wolfsberger konnten somit den erhofften Befreiungsschlag vor der kommenden Länderspielpause nicht erzielen. Nach einem 0:3 gegen Rapid und einem 1:3 gegen LASK bleibt die Situation für den WAC prekär. Für die Rieder war es bereits das dritte Heimspiel in Folge, aus dem sie Punkte holen konnten, und insgesamt haben sie zwölf der letzten 18 Liga-Heimspiele gewonnen.
Reaktionen nach dem Spiel
Mario Despotovic (Ried-Trainer): „Wir haben die Räume, die uns der Gegner angeboten hat, im Konterspiel gut ausgenutzt. Das war nicht einfach, aber die Mannschaft hat die Offensive gut zu Ende gespielt. Fast fünf ‚expected goals‘ zu produzieren, ist nicht einfach. Ich bin sehr zufrieden. Jeder Sieg tut gut.“
Thomas Silberberger (WAC-Trainer): „Mir fehlen die Worte. So ins Spiel zu gehen und nach neun Minuten entscheidend hinten zu sein, ist katastrophal. In der Offensive haben wir in der ersten Hälfte nicht schlecht gespielt, aber wenn du aus grob fahrlässigen Fehlern gleich drei Tore kassierst, dann müssen wir uns kritisch hinterfragen. Die Tabelle spricht für sich.“


