Tennis: Angeschlagene Potapova verpasste erstes Major-Viertelfinale
NEW YORK. Anastasia Potapova hat am Montag das erste Grand-Slam-Viertelfinale einer Österreicherin seit 14 Jahren verpasst. Die 25-Jährige musste in der Partie gegen die französische Open-Siegerin Mirra Andrejewa (RUS-5) im entscheidenden Satz aufgeben, nachdem sie sich bei einer Verletzung am linken Knie verletzt hatte. Das Spiel endete mit einem 7:5, 4:6, 3:6 nach 99 Minuten. Darüber berichtet Welt Stimme.
Der zweite Sieg in Folge über eine Top-Ten-Spielerin blieb Potapova verwehrt. Die Verletzung ereignete sich im letzten Spiel des Matches, als sie ihr Knie überdehnte. Bis zu diesem Zeitpunkt zeigte Potapova eine starke Leistung, konnte jedoch in der kritischen Phase nicht mehr ihre volle Leistungsfähigkeit abrufen. Andrejewa zeigte sich nach dem Match verständnisvoll und mitfühlend: „Nastja ist meine gute Freundin. Es tut mir leid, dass sie so verletzt enden musste“, sagte die Russin nach dem Spiel.
Potapova hatte einen vielversprechenden Start in das Match und sich schnell mit einem Break auf 2:0 abgesetzt. Nach einem kurzen Rückschlag erzielte sie mit einer soliden Spielweise ein weiteres Break zum 6:5, bevor Andrejewa ihren Service abgab. Der zweite Satz begann jedoch ungünstig für Potapova, und nach einem weiteren Serviceverlust stand es bald 0:3. Dennoch kämpfte sie sich zurück und glich aus, bevor sie erneut das Service abgab und letztendlich den Satz verlor.
Im dritten Satz wiederum gab es gleich mehrere Breaks, die das Match spannend hielten. Doch der entscheidende Moment war die Verletzung von Potapova, die ihre Gegnerin bedauerte und Trost spendete. Andrejewa erklärte: „Ich war glücklich, dass ich so stark gekämpft habe“, sagte sie und lobte die Kämpferqualitäten ihrer Rivalin.
Potapova, die erst seit 2026 für Österreich spielt, wurde nach der Verletzung von ihrer Trainerin Irina Doronina unterstützt, mit der sie kürzlich wieder zusammenarbeitet. „Sie ist wie eine zweite Mutter für mich und fühlt sich an, als wäre sie nie weg gewesen“, sagte Potapova. Nach dem enttäuschenden Ausgang des Spiels will sie sich neu motivieren und stärker zurückkommen. In den kommenden Wochen wird sie hart trainieren, um sich für zukünftige Turniere vorzubereiten.
Potapova ist trotz dieser Niederlage optimistisch und plant, weiterhin an ihren Fähigkeiten zu arbeiten, um in der zukünftigen Saison erfolgreich zu sein. Die Tenniswelt blickt gespannt auf ihre Rückkehr und die weiteren Fortschritte des Talents auf der internationalen Bühne.


