Tirol fördert innovative Projekte zur digitalen Souveränität
Das Land Tirol unterstützt acht innovative Projekte im Bereich der digitalen Souveränität mit rund 1,3 Millionen Euro. Diese Vorhaben, die sich auf Künstliche Intelligenz, Cloud-Technologien, Big Data und Datenökosysteme konzentrieren, haben ein Gesamtvolumen von mehr als 3,1 Millionen Euro.
Die Förderaktion zielt darauf ab, Unternehmen zu helfen, ihre digitalen Systeme, Daten und Technologien autonom zu nutzen und zu verwalten. Dies soll die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern und Plattformen verringern. „Digitale Souveränität wird künftig entscheidend dafür sein, wie unabhängig, widerstandsfähig und wettbewerbsfähig ein Wirtschaftsstandort ist“, erklärt der Landesrat für Wirtschaft und Digitalisierung, Mario Gerber.
Zu den geförderten Projekten gehört das Kooperationsprojekt „JU|DY – Tirol“, an dem die Arvellon Group GmbH, die Consus die Wirtschaftslotsen GmbH und die koa.one GmbH beteiligt sind. Dieses Vorhaben entwickelt eine lokal betriebene Infrastruktur für Künstliche Intelligenz, die zahlreiche Anwendungen umfassend miteinander verknüpfen soll, wie etwa Text- und Dokumentenerstellung, Bildgenerierung, Bildbearbeitung sowie Sprachtranskription und -erkennung. Ziel ist es, Unternehmen mehr Kontrolle über ihre Daten und den Einsatz von KI zu ermöglichen.
Die geförderten Projekte werden von der Landesinitiative digital.tirol begleitet, die einen Fokus auf die Sichtbarkeit der Ergebnisse und die Vernetzung der Akteure legt. Geplant sind Austausch-Foren, Webinare und Best-Practice-Workshops. Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur Tirol, betont, dass die Projekte die Vielfalt der digitalen Souveränität unterstreichen, die vom sicheren Umgang mit Daten bis zur technologischen Unabhängigkeit reicht.
Einordnung
Die Förderinitiative schafft konkrete Möglichkeiten zur Stärkung der digitalen Selbstbestimmung der Tiroler Unternehmen. Dies ist relevant, um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Tirol zu fördern und Abhängigkeiten von externen Anbietern zu minimieren. Die entwickelte Infrastruktur könnte als Vorbild für weitere Unternehmen dienen und deren Innovationskraft erhöhen.

