158 Millionen Euro: Baustart für neuen Fernbusterminal in Wien-Leopoldstadt

Dezember 9, 2025 15:18
158 Millionen Euro: Baustart für neuen Fernbusterminal in Wien-Leopoldstadt

Baustart für neuen Fernbusterminal in Wien

Am Dienstag, den 9. Dezember 2025, fiel der offizielle Startschuss für den Bau des neuen Fernbusterminals am Handelskai in Wien. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2029 geplant und das Projekt wird insgesamt etwa 158 Millionen Euro kosten. Alle anwesenden Personen beim Spatenstich waren sich einig: Wien benötigt einen modernen Fernbusterminal. Darüber berichtet Welt Stimme.

Der zuvor geschätzte Zeitplan für den Bau hat sich mehrfach geändert, und die Stadt Wien sowie die Wien Holding haben nun die Inbetriebnahme für 2029 bestätigt. In den nächsten drei Jahren wird der zentrale Anlaufpunkt für Tausende von Bustouristen entstehen.

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 158 Millionen Euro, wovon etwa 45 Millionen vorübergehend aus dem Stadtbudget bereitgestellt werden. Diese Summe soll im Verlauf der stufenweisen Umsetzung des Projekts zurückgezahlt werden.

Geplantes Mobilitätszentrum

Der neue Fernbusterminal wird als drittes „Mobilitätszentrum“ der Stadt neben dem Flughafen und dem Hafen Wien fungieren, erklärt Finanzstadträtin Barbara Novak (SPÖ). „Es braucht einen neuen, schönen Fernbusterminal, der hell, freundlich und sauber ist“, fügt sie hinzu.

Markus Ornig, Mobilitätssprecher der NEOS, betont, dass „der Fernbusterminal essenziell für den Tourismusstandort und die Wirtschaft“ sei, während der Bezirksvorsteher von Leopoldstadt, Alexander Nikolai (SPÖ), die Bedeutung des Projekts hervorhebt. „Wir haben lange diskutiert und viele Sitzungen gehabt. Umso glücklicher bin ich, dass wir jetzt den Spatenstich haben und der Busterminal rasch zur Verfügung stehen wird.“

Architektur und Hotelbau

Das Architekturbüro Burtscher-Durig ZT GmbH entwirft 30 überdachte Busbuchten, barrierefreie Zugänge und digitale Orientierungssysteme. Ein lichtdurchlässiges, begrüntes Dach ist ebenfalls eingeplant. Der Hotelbau wird wie vorgesehen realisiert, wobei die Odyssey Hotel Group als Betreiber fungieren wird. Das „moderne Lifestyle-Hotel“ wird 220 Zimmer umfassen und auch ein Restaurant, eine Bar sowie offene Begegnungszonen bieten.

Infrastruktur und Sicherheitskonzepte

Ein zweigeschossiges Betriebsgebäude wird entlang des Handelskai errichtet, das Räumlichkeiten für polizeiliche und behördliche Dienste bieten wird, um Sicherheit und Einsatzfähigkeit vor Ort zu gewährleisten. Dieses wird mit der BGR Busterminal GmbH, einem Konsortium aus den Busunternehmen Blaguss, Schwindl und Dr. Richard, umgesetzt.

Für die Passagiere sind großzügige Wartezonen mit kostenlosem WLAN, Ticket- und Informationsschaltern sowie eine Vielzahl an Gastronomie- und Einkaufsangeboten vorgesehen. Barrierefreie Sanitäreinrichtungen, Schließfächer, Wickel- und Stillräume sowie Ruheräume für Busfahrer werden ebenfalls Teil des Angebots sein.

Wirtschaftliche und finanzielle Rahmenbedingungen

Im November wurde von der Wien Holding-Tochter, der Wiener Standortentwicklung GmbH (WSE), ein neues Unternehmen gegründet, um das Gesamtprojekt zu realisieren. Dies erfolgt in Verbindung mit einem weiteren großen Projekt in der Gegend, einschließlich der kürzlich eröffneten Sporthalle.

Vor dem Spatenstich veröffentlichte der Wiener Stadtrechnungshof einen Prüfbericht, der die Finanzierung des Projekts kritisierte und mehrere Empfehlungen zur Klarstellung der finanziellen Aspekte aussprach. Die Wien Holding wurde aufgefordert, schnellstmöglich Lösungen für die Finanzierung der Vorlaufkosten zu finden.

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