Tirol, Südtirol und das Trentino haben erneut die Möglichkeit, Fördermittel aus dem EuregioScienceFund zu beantragen, um die Zusammenarbeit junger Forschender zu stärken und Innovationen voranzutreiben. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Initiative zielt darauf ab, grenzüberschreitende Grundlagenforschung zu unterstützen und vielfältige Projekte zu fördern. Im vergangenen Jahr erhielt beispielsweise ein Forschungsvorhaben der Universität Innsbruck Unterstützung, welches präzisere Vorhersagen zur Schneedynamik ermöglichen soll. Der Euregio-Versammlung fiel im Jahr 2014 der Beschluss, einen eigenen Forschungsfonds einzurichten, um langfristige Innovationsprojekte im Euregio-Raum zu fördern. Das Interesse war seitdem groß: In den ersten fünf Ausschreibungsrunden wurden über 230 Projekte eingereicht, wobei 25 gefördert wurden. Für die sechste Ausschreibungsrunde stehen nun insgesamt 3,9 Millionen Euro zur Verfügung. Vorraussetzung ist die Beteiligung von Forschungsinstitutionen aus allen drei Regionen.
„Mit Wissen und Innovationen die Euregio stärken“
Die verantwortlichen Regierungsmitglieder aus den drei Regionen – Tirols Wissenschaftslandesrätin Cornelia Hagele, Südtirols Landesrat Philipp Achammer und Trentino-Landeshauptmannstellvertreter Achille Spinelli – fordern ausdrücklich zur Einreichung gemeinsamer Projekte auf. Der Fonds soll nicht nur die Innovationskraft im Euregio-Raum stärken, sondern auch attraktive Arbeitsplätze in der Forschung schaffen und neue berufliche Perspektiven für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eröffnen. Hagele hebt die bedeutende Rolle Tirols in der grenzüberschreitenden Grundlagenforschung hervor und betont, dass die jüngste Förderung eines Projekts der Universität Innsbruck die Relevanz des Wissenschaftsstandorts Tirol unterstreicht. Für junge Forschende bietet der EuregioScienceFund die Möglichkeit, internationale Kooperationen zu bilden und Projekte jenseits nationaler Förderprogramme zu realisieren.
Vergabe nach internationalen Standards
Für die Vergabe der Fördermittel kooperiert die Euregio erneut mit dem Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF). Dieser gewährleistet eine transparente Ausschreibung sowie eine qualitätsgesicherte Bewertung der eingereichten Projekte. Alle Anträge werden mittels eines internationalen Peer-Review-Verfahrens geprüft und der Euregio zur Förderung vorgeschlagen. Auch Georg Kaser, Vizepräsident des FWF, betont die wesentliche Bedeutung der Initiative: Kooperation ist ein zentraler Erfolgsfaktor für Forschung. Der EuregioScienceFund ermögliche es Teams aus allen drei Regionen, gemeinsam an zukunftsrelevanten Themen zu arbeiten.
Einreichfrist bis 26. Mai
Die aktuelle Ausschreibung läuft bis zum 26. Mai 2026. Die ausgewählten Projekte sollen im Sommer 2027 starten und eine Laufzeit von 24 bis 36 Monaten haben. Voraussetzung ist die Einbindung von Forschungseinrichtungen aus allen drei Ländern der Euregio.


