AMS meldet: Drei Berufsgruppen stark von Arbeitslosigkeit im Flachgau betroffen

Oktober 2, 2025 13:12
AMS meldet: Drei Berufsgruppen stark von Arbeitslosigkeit im Flachgau betroffen

Der Arbeitsmarkt in Österreich steht unter Druck – zunehmende Arbeitslosigkeit in mehreren Berufsgruppen, insbesondere bei Menschen über 50.

FLACHGAU. Ende September 2025 meldete das Arbeitsmarktservice (AMS) im Flachgau 2.333 arbeitslose Personen. Dies entspricht einem Anstieg von 329 Menschen oder 16,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieses Anstiegs liegt die Arbeitslosenquote im Flachgau mit 3,2 Prozent unter der landesweiten Quote von 4,2 Prozent. Darüber berichtet Welt Stimme.

Büro, Hilfsarbeiter und Verkauf besonders betroffen

Laut AMS machen diese drei Berufsfelder gemeinsam über ein Drittel der Arbeitslosigkeit im Flachgau aus und verdeutlichen den Bedarf an Qualifizierungs- und Unterstützungsmaßnahmen. Manuela Seidl, Geschäftsstellenleiterin des AMS, führt aus, dass auch die Zahl der arbeitssuchenden Jugendlichen um rund zehn Prozent gestiegen ist, was die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt zeigt. Positiv zu erwähnen ist jedoch, dass im Flachgau aktuell 206 Lehrstellen für 101 gemeldete Suchende verfügbar sind.

Über 700 Personen im Alter 50+ betroffen

Die schwierige Situation auf dem Arbeitsmarkt betrifft zunehmend die Generation 50 Plus. Derzeit sind im Bezirk Salzburg-Umgebung 707 Personen über 50 Jahre auf der Suche nach einer Beschäftigung. Seidl warnt vor möglichen langfristigen Folgen:

„Sollte sich die Situation weiter verschärfen, ist mit einem deutlichen Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit in dieser Altersgruppe zu rechnen.“
Manuela Seidl, AMS-Geschäftsstellenleiterin Salzburg-Umgebung

Die AMS-Geschäftsstelle ist überzeugt, dass die aktuellen Herausforderungen nur durch gezielte Förderung und individuelle Begleitung gemeistert werden können.

Markt für Stellenangebote schrumpft weiter

Im September 2025 bleibt die Arbeitsmarktsituation im Bezirk angespannt. Während die Zahl der Arbeitslosen weiter steigt, verzeichnet der Flachgau einen Rückgang bei den offenen Stellen: Ende September wurden nur noch 1.831 Jobs angeboten – das sind 14,2 Prozent oder 303 Stellen weniger als im Vorjahr.

Dieser Rückgang erschwert die Arbeitssuche erheblich und verschärft die Lage für Betroffene. Seidl appelliert an Unternehmen und Arbeitssuchende: „Nur gemeinsam können wir Wege aus der Krise finden.“ Sie ist überzeugt, dass es Perspektiven gibt.

„Der erste Schritt zu einer besseren Zukunft beginnt jetzt.“
Manuela Seidl, AMS-Geschäftsstellenleiterin Salzburg-Umgebung

Insbesondere Menschen ohne formale Ausbildung könnten durch gezielte Qualifizierungen Chancen erhalten, die nicht nur neue berufliche Möglichkeiten eröffnen, sondern auch das Selbstvertrauen stärken.

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