Arbeitsinspektion verstärkt Kontrollen in den Bereichen Green Jobs, Reinigung und Arbeitszeit 2026

Feber 7, 2026 18:32
Arbeitsinspektion verstärkt Kontrollen in den Bereichen Green Jobs, Reinigung und Arbeitszeit 2026

Arbeitsinspektion fokussiert 2026 auf Green Jobs, Reinigung und Arbeitszeit

Die Arbeitsinspektion wird im Jahr 2026 ihren Schwerpunkt auf Green Jobs, Reinigung und Arbeitszeit legen. Diese Ankündigung machte Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ). Im vergangenen Jahr umfasste die Bilanz der Arbeitsinspektion 60.000 Kontrollen und 50.000 Beratungen. Die Kontrollbehörde wird insbesondere Recycling, erneuerbare Energien und Speichersysteme verstärkt überwachen. Darüber berichtet Welt Stimme.

Diese Bereiche sind entscheidend für die ökologische Transformation und unterliegen gleichzeitig neuen Arbeitsschutzrisiken. Innovative Technologien, komplexe Maschinen und Gefahren im innerbetrieblichen Verkehr erfordern erhöhte Aufmerksamkeit.

„Der ökologische Umbau unserer Wirtschaft darf nicht auf dem Rücken der Beschäftigten stattfinden. Klimaschutz und Arbeitsschutz müssen Hand in Hand gehen“, betonte Schumann in einer Erklärung.

Kontrollen in der Hausbetreuung und Reinigung

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Branche der Hausbetreuung und Reinigung. Diese Sektoren weisen körperlich belastende Tätigkeiten auf, sei es bei extremen Wetterbedingungen oder dem Umgang mit Reinigungsmitteln unter Zeitdruck.

„Beschäftigte in der Reinigung und Hausbetreuung leisten körperlich anspruchsvolle Arbeit, oft unter schwierigen Bedingungen. Umso wichtiger ist es, auf versteckte Gefahren aufmerksam zu machen und präventiv gegenzusteuern“, meinte Schumann.

Zusätzlich wird die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu Arbeitszeit und Arbeitsruhe im Fokus stehen. An vier bundesweiten Aktionstagen wird die Arbeitsinspektion ihre Kontrollen und Beratungen intensivieren.

Handlungsbedarf bleibt bestehen

Regelmäßige Übertretungen, besonders in der Bauwirtschaft, Gastronomie, im Handel sowie in Freizeiteinrichtungen, zeigen den fortwährenden Handlungsbedarf. „Arbeitszeitregelungen sind gelebter Gesundheitsschutz. Sie verhindern Überlastung, schützen vor Erschöpfung und sind entscheidend für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben“, so Schumann.

Sie hob die grundsätzliche Bedeutung des Arbeitsschutzes hervor: „Wer sicher und gesund arbeiten kann, bleibt länger arbeitsfähig, ist leistungsfähiger und besser geschützt vor langfristigen gesundheitlichen Schäden. Gleichzeitig profitieren auch die Betriebe von klaren Regeln und guter Beratung.“

Kontrollbilanz 2025

Im Jahr 2024 führte die Arbeitsinspektion durch 300 Inspektoren rund 60.000 Kontrollen und etwa 50.000 Beratungen durch. Bei etwa 28.500 dieser Kontrollen wurden rechtliche Übertretungen festgestellt. In rund 1.300 Fällen – circa zwei Prozent aller Kontrollen – waren Strafanzeigen erforderlich.

Die Inspektion setzt neben Routinekontrollen gezielte thematische Schwerpunkte, um besonders gefährdete Betriebe effizient zu erreichen. Im Schwerpunkt „Zusammenlagerung von Arbeitsstoffen“ wurden mehr als 1.400 Kontrollen durchgeführt und über 4.000 Beratungen angeboten.

Im Bereich „Tischkreissägen“ kontrollierte man rund 1.200 Betriebe und bot fast 1.000 Beratungen an. Bei den „risikogeneigten Betrieben“ fanden über 750 Kontrollen und etwa 600 Beratungen statt.

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