Arbeitsmarkt Oberpullendorf 2025: Anstieg der Arbeitslosigkeit und neue Regelungen

Jänner 8, 2026 10:27
Arbeitsmarkt Oberpullendorf 2025: Anstieg der Arbeitslosigkeit und neue Regelungen

Arbeitslosigkeit im Bezirk Oberpullendorf steigt leicht

Im Jahr 2025 verzeichnete der Arbeitsmarkt im Bezirk Oberpullendorf eine leichte Verschlechterung, mit im Durchschnitt 878 arbeitslos gemeldeten Personen. Dies entspricht einem Anstieg von 4,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Darüber berichtet Welt Stimme.

Im Bezirk waren von den arbeitslos gemeldeten Personen 391 Frauen und 487 Männer. Die Zahl der unselbständig Beschäftigten blieb nahezu unverändert und betrug etwa 13.400 Personen, darunter rund 6.400 Frauen und 7.000 Männer.

Besonders stark betroffen von der steigenden Arbeitslosigkeit sind junge Menschen: In der Altersgruppe bis 24 Jahre nahm die Zahl der Arbeitslosen um über sechs Prozent zu, mit im Durchschnitt 90 arbeitslos gemeldeten Jugendlichen.

Gleichzeitig reduzierte sich die Anzahl der bei AMS gemeldeten offenen Stellen. Im Durchschnitt standen 194 offene Arbeitsplätze zur Verfügung, was einem Rückgang von über elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Lehrstellenmarkt zeigt positives Wachstum

Der Lehrstellenmarkt entwickelte sich jedoch positiv: Die Zahl der offenen Lehrstellen stieg um fast 27 Prozent. Im Jahr 2025 waren durchschnittlich 32 offene Lehrstellen registriert, während nur rund 18 Lehrstellensuchende dem gegenüberstanden, was einen deutlichen Überhang an Lehrstellen zeigt.

Um den Kontakt zwischen Jugendlichen und Betrieben zu fördern, plant das AMS Oberpullendorf für 2026 erneut ein Lehrlingscasting. Diese Veranstaltung findet am Freitag, dem 16. Jänner 2026, von 9 bis 12 Uhr im Rathaussaal Oberpullendorf statt. Mehr als 20 Betriebe werden ihre offenen Lehrstellen vorstellen und für Bewerbungsgespräche zur Verfügung stehen.

Ausblick auf den Arbeitsmarkt 2026

Für das Jahr 2026 wird ein langsames Wirtschaftswachstum prognostiziert. Das AMS erwartet, dass positive Effekte auf den Arbeitsmarkt voraussichtlich erst im zweiten Halbjahr 2026 spürbar sein werden.

Zusätzlich stehen im kommenden Jahr mehrere gesetzliche Änderungen an, die den Arbeitsmarkt betreffen werden. Dazu gehören das Verbot des geringfügigen Zuverdienstes mit zahlreichen Ausnahmeregelungen, die Einführung einer neuen verpflichtenden Weiterbildungszeit samt Bildungsberatung ab dem 8. Juni 2026, Änderungen bei Saisonbewilligungen sowie eine Verkürzung der Altersteilzeit. Diese Neuerungen werden sowohl für Arbeitssuchende als auch für Betriebe Anpassungen erforderlich machen.

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