Arbeitsmarktbilanz 2025: Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bezirk Baden
Die Arbeitslosenquote im Bezirk Baden wird bis zum Ende des Jahres 2025 voraussichtlich auf etwa 7,3 % ansteigen, nachdem sie Ende Oktober bei 7,1 % lag. Ein nahezu Null-Wachstum von ca. +0,3 % hat zu dieser Entwicklung beigetragen, während die Gründe vielfältig sind, darunter eine langsame konjunkturelle Erholung, eine beschleunigte Inflation, eine gedämpfte Konsumbereitschaft sowie Unsicherheit im Welthandel. Darüber berichtet Welt Stimme.
Christine Grill-Eisner, Geschäftsstellenleiterin vom Arbeitsmarktservice (AMS) Baden, betonte die Herausforderungen des Arbeitsmarktes im Jahr 2025. Zu den zentralen Themen des Jahres gehörte die Verhinderung der Langzeitarbeitslosigkeit und die Qualifizierung von Fachkräften. Mithilfe intensiver Vermittlungsarbeit und präziser Abstimmung mit der Wirtschaft konnte das AMS den rasanten Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit eindämmen.
Insgesamt gab es ca. 70.000 Vermittlungsvorschläge für arbeitssuchende Personen, was zu 6.640 Arbeitsaufnahmen und fast 6.000 Stellenbesetzungen führte. Besonders Jobsuchende mit überdurchschnittlich hoher Langzeitarbeitslosigkeit erhielten umfangreiche Unterstützung durch rasche Beratungsgespräche, um eine Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern.
Zu den Erfolgen des AMS Baden zählen der erleichterte Zugang zu Fachkräfteausbildungen, wobei 800 Jobsuchende diese Möglichkeit erhielten — ein Plus von 8 % im Vergleich zum Vorjahr. Zudem wurde durch einen intensiven Austausch mit der Wirtschaft, bei dem insgesamt 667 Betriebe besucht wurden, die Zusammenarbeit gestärkt.
Prognose für 2026: Ausblick auf verbesserte Verhältnisse
Für 2026 wird erstmals ein Rückgang der Arbeitslosigkeit erwartet, mit einem erwarteten Wirtschaftswachstum von ca. 1 %. Allerdings wird diese Entlastung für den Arbeitsmarkt voraussichtlich gering ausfallen. Das AMS Baden wird auch im kommenden Jahr die Schwerpunkte auf die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit und den Fachkräftemangel legen.
Ergänzende Aktivitäten zur Unterstützung dieser Zielsetzung umfassen die vertiefte Zusammenarbeit mit Unternehmen, die Bündelung von Kompetenzen, neue Modellversuche, die Integration von Arbeitskräften über 55 Jahren sowie spezielle Förderprogramme für Frauen.


