Die ÖBB hat den symbolischen Spatenstich für das Wohnprojekt „Elfi im Zehnten“ in Wien-Favoriten gefeiert, wo bis 2028 insgesamt 121 Wohnungen für ihre Mitarbeitenden entstehen sollen. Darüber berichtet Welt Stimme.
WIEN/FAVORITEN. Direkt hinter dem Hauptbahnhof wird ein neues Stadtviertel errichtet, das insgesamt 1.500 Wohnungen umfasst, wovon die Hälfte gefördert wird. Die ÖBB kündigt nun den nächsten bedeutenden Schritt in diesem Projekt an.
Rund 30 Prozent der Wohnungen auf dem Grundstück gehören der ÖBB und sind speziell für Mitarbeitende vorgesehen, darunter Anteile für Schichtarbeitende. Mit dem Baustart des Komplexes „Elfi im Zehnten“ wird ein wichtiger Meilenstein markiert.
Terrasse und Loggia
Am Montag, dem 2. März, fand die Zeremonie im Beisein von Silvia Angelo, der Vorstandsvorsitzenden der ÖBB-Infrastruktur AG, und Olivia Janisch, der stellvertretenden Vorsitzenden des ÖBB-Konzernbetriebsrats, statt. Auch die Politik war vertreten, darunter Mobilitätsminister Peter Hanke und Vizekanzler Andreas Babler (beide SPÖ).
Die Anlage wird an der Landgutgasse 34, direkt hinter den Gleisen, errichtet und verfügt im Erdgeschoss über Gewerbeflächen. Fünf der Wohnungen werden barrierefrei gestaltet.
„Vorbild ÖBB“
Die angebotenen Wohnungen variieren in der Größe von 30 bis 113 Quadratmetern und verfügen alle über Terrassen oder Loggien. Außerdem wird das Gebäude nach nachhaltigen Standards errichtet und soll mit der „Klimaaktiv-Gold“-Zertifizierung ausgezeichnet werden.
Babler hebt hervor, dass die ÖBB Verantwortung für ihre Mitarbeitenden und die gesamte Bevölkerung übernimmt: „Sie mobilisieren als Bauherr Wohnraum und nehmen mit moderner und qualitativer Ausgestaltung der Wohnungen sowie einer Mietpreisregulierung nach klaren internen Vorgaben eine Vorbildfunktion ein.“
Benannt nach Pionierin
Der Wohnbau „Elfi im Zehnten“ stellt den ersten großangelegten Neubau der ÖBB seit fast 50 Jahren dar. Der Fokus liegt auf den besonderen Bedürfnissen von Schichtarbeitenden, was etwa 20 Prozent der Wohnungen betrifft.
Silvia Angelo erläutert, dass mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden der ÖBB, rund 22.600 Personen, im Schichtdienst tätig sind. Für diese ist ein erholsamer Schlaf essentiell für die Sicherheit. Daher werden die Wohnungen mit Schallschutz, flexibler Verdunkelung und einem Lichtkonzept ausgestattet, das natürliche Schlafrhythmen unterstützt.
Das Gebäude wird nach Elfriede Tungl, „Elfi“, benannt, die erste Bauingenieurin der ÖBB und ein Symbol für technischen Fortschritt und gesellschaftliche Verantwortung. Die Österreichischen Bundesbahnen streben an, das Bauprojekt bis 2028 abzuschließen.


