Grünhopfen Pils: Zusammenarbeit mehrerer Brauer seit einem Jahrzehnt
ST. MARTIN. Das „Grünhopfen Pils“ wird seit etwa zehn Jahren in Zusammenarbeit mehrerer Brauer hergestellt. Dabei kommt frisch gepflückter Bio-Hopfen, der nicht getrocknet und grob zerkleinert wird, direkt in den Sudkessel.
Die „Wet-Hop-Methode“, nach der das Pils produziert wird, vereint mehrere Akteure. Andreas Böcksteiner-Eder, Obmann der Leonfeldner Freibrauer-Loge, brachte einen 11,5 kg schweren Sack Hopfen aus einem biozertifizierten Hopfenfeld in Bad Leonfelden mit. „Das sind sicher 10 bis 15 Hopfensorten. Ich habe sie erst gestern geerntet und vom Hopfenbauer Albert Starlinger in Auberg abrebeln lassen“, erklärte Böcksteiner-Eder.
Zusätzlich beteiligt an diesem „Collaboration-Sud“ sind Andreas Weilhartner von „Beer Buddies Brewing Company“ aus Tragwein und Markus Mayrhofer von der Leondinger Craftbier-Schmiede „Brautastic“. Die Herstellung des speziellen Pils begann erstmals in Tragwein, gefolgt von Wels; seit dem Vorjahr wird es in der Brauerei Hofstetten in St. Martin (Bezirk Rohrbach) produziert.
Ein wesentliches Merkmal des „Grünhopfen Pils“ ist die Erhaltung der flüchtigen Öle und Aromen, die typischerweise verloren gehen. Diese Aromanoten umfassen Citrus, Kräuter und Gras. „Es ist ein Kreativbier. Man weiß nicht, was rauskommt“, so Andreas Mayrhofer. Bei der Austrian Beer Challenge 2026 belegte das Pils den 5. Platz unter 18 Teilnehmern.
Ab Dezember sind 2.400 Liter „Grünhopfen Pils“ in 0,33l-Flaschen in der Waldschenke am Sternstein, in der Latino Bar sowie am Weihnachtsmarkt in Bad Leonfelden, im „Old Dubliner“ am Linzer Hauptplatz und an der Rampe der Brauerei Hofstetten erhältlich.
Einordnung
Die Verwendung der Wet-Hop-Methode führt zu einzigartigen Aromen und fördert eine Zusammenarbeit regionaler Brauer. Dies trägt zur Diversifizierung des Bierangebots in der Region bei und gewinnt zunehmend an Bedeutung in der Craftbier-Szene.


