Brixen verzeichnet stabile Übernachtungszahlen trotz Tierquälerei-Skandal im Tourismus

August 21, 2026 17:33
Brixen verzeichnet stabile Übernachtungszahlen trotz Tierquälerei-Skandal im Tourismus

Positive Bilanz für den Tiroler Tourismus zur Sommer-Halbzeit

Im Bezirk Kitzbühel verzeichneten alle sieben heimischen Tourismusregionen in den ersten drei Sommermonaten (Mai bis Juli) ein Plus bei Gästeankünften und Nächtigungen im Vergleich zum Vorjahr. Kitzbühel Tourismus führte mit einem Anstieg von 10,6 Prozent, gefolgt von der Ferienregion Hohe Salve mit 6,4 Prozent.

Neun Gemeinden im Bezirk befinden sich unter den Tiroler Top-50 bei den Nächtigungen, wobei Kirchdorf als einziger Ort einen Rückgang von 1,5 Prozent aufweist (Platz 40). Kirchberg führt mit 178.494 Übernachtungen und einem Zuwachs von 2,9 Prozent (tirolweit Rang neun), gefolgt von Kitzbühel, Kössen und Fieberbrunn.

Brixen zeigt stabile Zahlen trotz Kritik

Trotz massiver Boykottaufrufe in sozialen Medien aufgrund von Tierquälerei-Vorwürfen hat sich die touristische Entwicklung in Brixen als stabil erwiesen. Julia Pahl von Tirol Werbung informiert: „Über die gesamte bisherige Sommersaison ist kein auffälliger Einbruch bei den Ankünften und Nächtigungen in Brixen zu erkennen. Im Juni gab es zwar einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, die Zahlen bewegen sich jedoch auf ähnlichem Niveau wie im Juni 2024.“ Die Korrelation zwischen der Berichterstattung und möglichen Stornierungen ist laut Pahl nicht erkennbar.

Nächtigungen Mai – Juli, TVB:

  • Wilder Kaiser: 533.591, +1,9 %
  • Brixental: 337.233, +2,9 %
  • Kaiserwinkl: 316.218, +3,7 %
  • Pillerseetal: 261.161, +2,5 %
  • Kitzbühel: 233.842, +10,6 %
  • St. Johann: 232.434, +1 %
  • Hohe Salve: 168.183, +6,4 %

Einordnung

Die positiven Zahlen bei Gästen und Übernachtungen unterstreichen die Stabilität des Tiroler Tourismus in der Sommersaison. Dies ist relevant, da eine Stärkung des Tourismussektors zur wirtschaftlichen Stabilität der Region beiträgt und mögliche negative Auswirkungen durch öffentliche Debatten nicht sichtbar werden. Die fortgesetzte Nachfrage könnte den Tourismus in Kitzbühel und den umliegenden Regionen langfristig absichern.

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