Im Jahr 2020 erreichte die Arbeitslosigkeit im Bezirk Neunkirchen durch die Corona-Krise einen historischen Höchststand von über 4.000 Arbeitsuchenden.
BEZIRK. „Neunkirchen durchlief in den letzten 20 Jahren eine wechselhafte Entwicklung des Arbeitsmarktes: Die Finanzkrise 2007/2008 sowie die COVID-19-Pandemie führten zu einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit, gefolgt von einer raschen Erholung auf das Niveau von 2008“, so Petra Hofmann, Leiterin der AMS-Geschäftsstelle Neunkirchen, im Gespräch mit Welt Stimme.
Über dem Durchschnitt
Die Auswirkungen von COVID-19 führten in Österreich zu einem Rekordniveau der Arbeitslosigkeit: Im Jahresdurchschnitt 2020 waren etwa 410.000 Menschen ohne Job, was eine Quote von 9,9 Prozent bedeutete. „Der Bezirk Neunkirchen wurde überdurchschnittlich betroffen: die Arbeitslosenquote 2020 betrug 10,6 Prozent“, erläutert Hofmann. Dennoch konnte der Bezirk Neunkirchen im Vergleich zu anderen Regionen relativ erfolgreich mit Krisen umgehen und erreichte bereits 2022 wieder ein Arbeitsniveau unter dem Vorkrisenniveau.
„Tourismus und Industrie bekamen 2020 die Wucht der Krise zeitgleich zu spüren.“
Petra Hofmann, AMS Neunkirchen
Seit 2023 erlebt die Region eine Phase stagnierender wirtschaftlicher Entwicklung. Das AMS sieht es als seine Aufgabe, Menschen und Arbeit zu verbinden, Langzeitarbeitslosigkeit zu vermeiden sowie niederösterreichischen Unternehmen gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung zu stellen.
„Welt Stimme ist für uns dabei ein wichtiger Ansprechpartner, um über Trends am Arbeitsmarkt, Chancen und Optionen zu informieren.“
Petra Hofmann, AMS
„Wir werden nicht müde, Jobsuchende sowie Betriebe in schwierigen Zeiten zu unterstützen“, betont Hofmann und zeigt ihre Wertschätzung für die Zusammenarbeit: „Vielen Dank dafür und wir freuen uns auf weitere 20 Jahre guter Zusammenarbeit für die Menschen und Unternehmen im Arbeitsmarktbezirk Neunkirchen.“
Wissenswertes
Jahr … Arbeitslose im Bezirk
- 2006 … 2.269
- 2010 … 2.652
- 2015 … 3.548
- 2020 … 4.002
- 2025 … 2.851


