Zu Beginn dieser Woche fand in der Höttinger Au eine bedeutende Firstfeier für das Bauprojekt der Tigewosi statt, das „Betreutes Wohnen für bedürftige Personen“ vorsieht und diesen Mai fertiggestellt werden soll. Darüber berichtet Welt Stimme.
INNSBRUCK. Die politische Anwesenheit bei der Firstfeier ist kein Zufall. Es handelt sich um eine soziale Einrichtung, die 9 betreute Wohneinheiten (ca. 45 m2) für bedürftige Personen, insbesondere schutzbedürftige Frauen, schaffen soll. In das Bauprojekt fließen 1,7 Millionen Euro, davon stammen etwa 966 Tausend Euro aus der Wohnbauförderung des Landes Tirol und als Zweckzuschuss.
„Klein aber fein“
Der Geschäftsführer der Tigewosi, Florian Rangger, bezeichnete das Gebäude treffend als „klein aber fein“ in seiner Eröffnungsrede. Bei einem Rundgang auf der Baustelle konnte man sich bereits gut die gut geschnittenen und großzügigen zukünftigen Wohnräume vorstellen.
Der Bau stellte eine besondere Herausforderung dar, da das Grundstück schlecht bebaut werden konnte. Rangger verwies auf die sichtbaren Hochstromleitungen über dem Haus, die zusätzliche Komplikationen mit sich brachten.
Neben dem Landeshauptmannstellvertreter Philip Wohlgemuth, der Landesrätin Eva Pawlate, Bürgermeister Johannes Anzengruber und Bürgermeisterstellvertreter Georg Willi waren auch Vertreterinnen des Vereins Frauen helfen Frauen, wie Obfrau Verena Piegger und die ehemalige Obfrau Anneliese Junker, bei der Firstfeier anwesend. Der Verein spielte eine bedeutende Rolle bei der Entstehung des Wohnhauses, wie aus den Reden der Politiker hervorzugehen war.
Ein Haus für einen Start in ein besseres Leben
Der Bürgermeister Anzengruber betonte ebenfalls die Herausforderungen während der Projektentwicklung und erinnerte sich an Änderungen und Diskussionen im Bauausschuss. Letztlich sei es eine erfreuliche Situation, dass man nun die Firstfeier feiern könne. Manchmal seien schwierige Entscheidungen nötig, um den Großteil der Menschen zuzufriedenzustellen und insbesondere denjenigen zu helfen, die es schwer haben, so der Bürgermeister.
Das Bauprojekt richtet sich besonders an Frauen, denen von Frauen geholfen wird, erläuterte die zuständige Landesrätin für Soziales, Inklusion, Frauen sowie Kinder- und Jugendhilfe, Eva Pawlata. In einer Zeit, in der jede dritte Frau von sexualisierter oder physischer Gewalt betroffen ist, seien Institutionen notwendig, die nicht nur beratend zur Seite stehen, sondern auch Schutz bieten können, etwa durch Wohnmöglichkeiten. Das neue Bauprojekt wird 9 Frauen und ihren Kindern eine solche Schutzmöglichkeit bieten.
Wenn sich viele Vertreter aus Politik und Wirtschaft für die Firstfeier eines relativ kleinen Projekts versammeln, zeigt das, dass etwas Wichtiges entsteht, so Landeshauptmannstellvertreter Philip Wohlgemuth in seiner Rede: „Hier entsteht etwas, das für unsere Gesellschaft und vor allem für die Frauen in unserer Stadt von großer Bedeutung ist. Deshalb ist es mir wichtig, dass wir besonders in solche Projekte investieren.“


