Rückgang des Passagieraufkommens am Flughafen Wien im August
Der Flughafen Wien verzeichnete im August einen Rückgang des Passagieraufkommens um 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden 3.172.284 Reisende gezählt.
Die Ursache für den Rückgang sind das verringerte Angebot von Billigfluggesellschaften und eingeschränkte Verbindungen infolge der anhaltenden Krise im Nahen und Mittleren Osten. Obwohl Wien ein Minus verzeichnete, kommt die Flughafen-Wien-Gruppe, zu der auch die Flughäfen Malta und Košice gehören, auf insgesamt 4.526.965 Passagiere. Dies entspricht einem Rückgang von 1,7 Prozent. Malta vermeldete hingegen ein Plus von 12,3 Prozent auf 1.204.465 Fluggäste, während Košice um 18,8 Prozent auf 150.216 Reisende zulegte.
In den Hochsaisonmonaten Juli und August zählte der Flughafen Wien rund 6,3 Millionen Passagiere. An insgesamt 35 Tagen überschritt das tägliche Aufkommen die Marke von 100.000 Reisenden, wobei der 1. August mit 110.414 Fluggästen als stärkster Reisetag hervorstach.
Im Zeitraum von Januar bis August blieb das Passagieraufkommen ebenfalls unter dem Vorjahresniveau. In diesem Zeitraum nutzten 20,57 Millionen Reisende den Flughafen Wien, was einem Rückgang von vier Prozent entspricht. Im Gegensatz dazu stieg das Passagieraufkommen in der gesamten Gruppe um 1,1 Prozent auf knapp 29 Millionen Reisende.
Die Nachfrage nach Verbindungen nach Osteuropa sank im August um 19,2 Prozent; im Nahen und Mittleren Osten betrug der Rückgang 12,9 Prozent. Dagegen stieg die Nachfrage nach Reisen nach Fernost um 8,3 Prozent. Die Zahl der Starts und Landungen verringerte sich um sechs Prozent auf 21.839. Das Frachtaufkommen erhöhte sich um 8,3 Prozent auf 27.513 Tonnen.
Einordnung
Der Rückgang des Passagieraufkommens am Flughafen Wien reflektiert die Auswirkungen geopolitischer Krisen und die veränderte Marktlandschaft im Flugverkehr. Diese Entwicklungen sind für die Branche relevant, da sie potenziell langfristige Auswirkungen auf die Airlines und die allgemeine Reisebranche haben können.


