Gender-Savings-Gap: Frauen sparen 43 Prozent weniger als Männer, zeigt Studie in Österreich

Jänner 24, 2026 08:07
Gender-Savings-Gap: Frauen sparen 43 Prozent weniger als Männer, zeigt Studie in Österreich

Die Online-Plattform Durchblicker hat in einer aktuellen Erhebung erhebliche Unterschiede im monatlichen Sparverhalten zwischen Männern und Frauen identifiziert. Der „Gender-Savings-Gap“ beträgt rund 43 Prozent. Darüber berichtet Welt Stimme.

In Österreich sind viele Bürger angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen unter finanziellen Druck. Trotz dieser Belastungen sparen 61 Prozent der Bevölkerung in klassischer Weise auf einem Sparkonto.

Gefolgt von Lebensversicherungen (34 Prozent), Bausparen (30 Prozent), Fonds/ETFs (28 Prozent), Aktien/Wertpapiere (23 Prozent), Edelmetalle (19 Prozent) und Immobilien (13 Prozent).

„Gender-Savings-Gap“

Die Erhebung zeigt, dass Frauen im Schnitt deutlich weniger monatlich sparen als Männer. Während Männer durchschnittlich 474 Euro zur Seite legen, sind es bei Frauen nur 330 Euro, was den „Gender-Savings-Gap“ auf rund 43 Prozent anhebt. Somit ergibt sich jährlich ein Unterschied von 1.728 Euro, was über fünf Jahre hinweg 9.075 Euro ausmacht.

„Die Zahlen verdeutlichen, dass Frauen weniger Geld sparen können als Männer. Dies könnte langfristig erhebliche Auswirkungen auf die finanzielle Absicherung haben, gerade wenn man den Zinseszinseffekt in Betracht zieht“, kommentiert Manuel Wukovits, Experte für Bankprodukte bei Durchblicker.

Deutlicher Unterschied bei Zinsen

Die Art und Weise des Sparens hat auch großen Einfluss auf die Höhe des eigenen Kapitals. „Unabhängig von der monatlichen Sparrate bleibt die bestmögliche Verzinsung der einfachste Hebel für den langfristigen Vermögensaufbau“, erklärt Wukovits weiter. So variieren die Zinsen bei Tagesgeldkonten erheblich: die besten Konten bieten rund zwei Prozent, während die schlechtesten nur 0,01 Prozent Zinsen gewähren. Bei einer monatlichen Sparrate von 330 Euro kann der Zinsbetrag innerhalb von fünf Jahren zwischen fünf Euro und bis zu 1.000 Euro betragen.

Die besten Zinsen können durch längere Bindungen erzielt werden. Dennoch ist es entscheidend, die Angebote verschiedener Banken zu vergleichen. „Egal, ob man sein Geld täglich verfügbar haben möchte oder langfristig anlegt – blindes Vertrauen in die Hausbank kann oft teuer werden. Deshalb empfehlen wir: Erst vergleichen, dann effektiv sparen“, fasst Wukovits zusammen.

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